Zeuge des ICE-Dramas sammelt 100.000 Euro

Michael Kötter hat miterlebt, wie der achtjährige Bub in Frankfurt vor den Zug gestoßen wurde. Der Augenzeuge möchte helfen und hat ein Spendenkonto eröffnet.
Vor etwas mehr als einer Woche ist ein achtjähriger Bub mit seiner Mutter in Frankfurt von einem 40-jährigen Mann vor einen fahrenden Zug gestoßen worden. Dabei kam das Kind ums Leben, die Mutter konnte sich retten. Der Maschinenbauingenieur Michael Kötter war Augenzeuge des tragischen Vorfalls.

Im Anschluss hatte er den Wunsch zu helfen. Gegenüber der "Bild"-Zeitung sagte er: "Niemand kann der trauernden Mutter ihr Kind zurückbringen. Viele von uns wollen helfen. Deshalb habe ich mich entschlossen, für die Mutter Spenden zu sammeln."

Kötters Ziel war es, 100.000 Euro zu sammeln. Heute Nachmittag kurz nach 16 Uhr war es schließlich so weit und die Spendenseitezeigte 100.600 Euro an.

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Familie ist gerührt



Der Anwalt der trauernden Familie sagte gegenüber der "Bild", dass die Eltern gerührt seien. Sie wussten bis vor Kurzem noch gar nichts von der Aktion. Es bedeute ihnen nun sehr viel, weil es ein besonderes Zeichen der Anteilnahme sei, wenn jemand auch etwas von sich gebe.

Der 40-jährige Täter aus Eritrea wurde verhaftet. Er wohnte in der Schweiz und war in psychiatrischer Behandlung. Die Polizei ermittelt nun wegen eines mutmaßlichen vollendeten Tötungsdelikts und zwei Versuchen. Wieso er den kleinen Buben und seine Mutter vor den ICE stieß, ist weiterhin unklar.

(doz/20 Minuten)

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