Zeugen geschockt über "Schlachtet die Juden"-Ruf

In Wien demonstrierten am Freitag hunderte Teilnehmer vor der US-Botschaft. Zeugen berichten dabei von skandalösen Gewaltaufrufen.

Bis zu 700 Personen hatten sich am Freitagnachmittag vor der Botschaft der Vereinigten Staaten von Amerika in Wien versammelt, um gegen den Entscheid von US-Präsident Donald Trump zu protestieren, Jerusalem als Israels Hauptstadt anzuerkennen. Die Polizei bilanziert nach der "Kundgebung Jerusalem Hauptstadt Palästinas" mit einer Identitätsfestellung, Vorfälle habe es keine gegeben.

Dem widersprechen allerdings Zeugen, berichtet der "Standard". Gleich mehrere Anwesende, darunter Dolmetscher, schilderten Sprechchöre wie "Vernichtung an Israel", "Tod Israel" und "Intifada"- und "Schlachtet die Juden"-Aufrufe. Geschwenkt wurden türkische und palästinische Fahnen, allerdings sei auch ein Schild mit Davidstern und Hakenkreuz zu sehen gewesen.

"In Österreich darf dem Antisemitismus kein Raum gegeben werden, worauf gerade bei Kundgebungen besonders geachtet werden muss! Traurig genug, dass es nun wieder zu einem Vorfall gekommen ist. Nun ist die Polizei sowie die Staatsanwaltschaft gefordert, sofort zu handeln und die Akteure ausfindig zu machen", so Wiens Vizebürgermeister Johann Gudenus (FPÖ). Die Wiener FPÖ wird Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft einbringen.

(red)

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