Wirtschaft

Zielpunkt-Mitarbeiter mussten 15 Stunden täglich sch...

Heute Redaktion
14.09.2021, 14:11

Der Betriebsrat der insolventen Handelskette "Zielpunkt" hat schwere Anschuldigungen gegen den Eigentümer, Georg Pfeiffer, erhoben. So sollen 15-Stunden-Schichten und nicht eingehaltene Ruhezeiten zur Normalität gehört haben. "Es ist ganz viel Wut da", heißt es.

Der Betriebsrat der insolventen Handelskette "Zielpunkt" hat schwere Anschuldigungen gegen den Eigentümer, Georg Pfeiffer, erhoben. So sollen 15-Stunden-Schichten und nicht eingehaltene Ruhezeiten zur Normalität gehört haben. "Es ist ganz viel Wut da", heißt es. 

"Wir hatten einen riesigen Sortimentsumbau. Die Mitarbeiter haben 14, 15 Stunden am Tag gearbeitet", so Zielpunkt-Betriebsratschefin Snjezana Brajinovic am Freitag zur "APA". Demnach sollen auch Ruhezeiten in der Folge nicht eingehalten worden sein, alles unter Mitwisserschaft der Eigentümer der Pfeiffer Unternehmensgruppe. 

Brajinovic lässt kein gutes Haar an den Verantwortlichen, die laut ihr "die schlimmsten Eigentümer waren, die wir je hatten." Sie spricht von "tollen Mitarbeitern", die jetzt kurz vor der Weihnachtszeit fallengelassen werden würden. Betroffen sind hauptsächlich Frauen, 80 Prozent der Belegschaft ist weiblich. 

Kunden rebellieren wegen Rabattmarken

Auch die Kunden ließen kein gutes Haar an den Mitarbeitern, besonders die vergangenen Tage seien hart gewesen. Firmen, die ihren Mitarbeitern Gutscheine gekauft haben, stehen jetzt mit leeren Händen da. Wie berichtet, können Rabattmarken und Gutscheine nicht mehr eingelöst werden, was den Auch Lieferanten sind in Rage: "Gestern waren Lieferanten in der Heizwerkstraße (die Wiener Zielpunkt-Zentrale, Anm.) und wollten Ware abholen, die Zielpunkt nicht bezahlt hat", erzählt Brajinovic.

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