Ziesel-Attacken auf den Wiener Wein?

Die Erdbauten befinden sich direkt neben den Rebstöcken.
Die Erdbauten befinden sich direkt neben den Rebstöcken.Bild: ORF Wien
Die Stammersdorfer Weinbauern schlagen Alarm: Die an den Rebstöcken beheimateten Ziesel futtern angeblich die frühreifen Trauben.
Schockstarre trotz sommerlicher Temperaturen im städtischen Weinbaugebiet von Stammersdorf (Floridsdorf). Die dort ansässigen Winzer klagen in einem ORF-Wien-Betrag über unliebsame Attacken durch geschätzte 6.000 Ziesel, die sich über die Rebfrüchte hermachen sollen.

Ein Weinbauer beschreibt sogar die listige Vorgangsweise der kleinen Nager: „Ein, zwei Tiere krabbeln auf die Rebstöcke, schmeißen die Trauben hinunter und unten warten die Sammler."

Tatsächlich ist im Beitrag eine völlig fruchtlose Rebe zu sehen.

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Wolfgang Khutter von der Umweltschutzabteilung bezweifelt, dass die Ziesel tatsächlich so viele Schäden anrichten: „Weder die Landwirtschaftskammer noch irgendein Landwirt ist bisher an uns herangetreten und hat uns mit dem Problem konfrontiert."

Ganz aus der Sommerluft gegriffen dürfte die Sammelklage der Stammersdorfer Winzer dennoch nicht sein, immerhin zeigt ein Winzer ein klaffendes Erdloch neben einem seiner Rebstöcke. Angeblich wird nun überlegt, Sakerfalken als natürlich Feinde anzusiedeln.

Falkenbestand stark gefährdet

Jedoch lehrt uns Wikipedia, dass der "Sakerfalke zu den beliebtesten Jagdfalken im Nahen Osten zählt. Weil der Bestand nicht sehr groß ist und für den Sakerfalken hohe Preise gezahlt werden, wirkt sich dies potentiell bestandsgefährdend aus."

Auch die Gerste- und Maisbauern der Gegend beklagen angeblich Ernteverluste von zwei Drittel bis drei Viertel. Das Problem da wie dort: Da der Ziesel eine geschützte Art ist, kann er lediglich mit natürlichen Methoden bekämpft werden.





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