Die Preise für Zigaretten in Deutschland könnten künftig deutlich stärker steigen als bisher geplant. Hintergrund ist eine Forderung von Hendrik Streeck, dem Drogenbeauftragten der deutschen Bundesregierung.
Bisher plant die Regierung, die Tabaksteuer bis 2030 um 40 Cent pro Packung und Jahr zu erhöhen. Damit würde eine Schachtel rund 11,40 Euro kosten. Bei Spirituosen sind 20 Prozent mehr vorgesehen.
Doch das reicht dem CDU-Politiker nicht, wie n-tv unter Berufung auf die Rheinische Post berichtet. "Ich setze aber darauf, dass wir im parlamentarischen Verfahren bei der Tabaksteuer noch etwas höher kommen und vor allem nicht so kleckerweise", so Streeck.
"Es ist nachgewiesen, dass es gesundheitspolitisch sinnvoller ist, wenn Preiserhöhungen auf Zigaretten auch spürbar sind", argumentiert der ausgebildete Mediziner. Eine konkrete Zahl nannte er nicht.
Streeck zeigte sich zuversichtlich, dass es in der Unionsfraktion eine Mehrheit für eine deutlichere Erhöhung der Alkohol- und Tabaksteuer geben werde.