Vier Personen wurden bei einem nächtlichen Zimmerbrand in einem Wohnhaus in Wien-Landstraße verletzt. Die Bewohner mussten von der Berufsfeuerwehr Wien über eine Drehleiter und mit Fluchtfiltermasken in Sicherheit gebracht werden.
Gegen 0.30 Uhr brach aus bisher unbekannter Ursache in einem Zimmer einer Wohnung im zweiten Stock des fünfgeschossigen Altbaus an der Landstraßer Hauptstraße ein Brand aus.
Zwei Personen konnten sich selbstständig aus der Brandwohnung retten, zwei weitere Personen wurden von den Einsatzkräften unter Atemschutz gerettet, wobei eine Person bereits bewusstlos war. Sofort wurde diese Person von den Feuerwehrleuten mit Sauerstoff versorgt und an die Berufsrettung Wien zur notfallmedizinischen Versorgung übergeben.
Gleichzeitig wurde der Brand mit einer Löschleitung unter Atemschutz bekämpft und weitere Personen mit Fluchtfiltermasken durch das verrauchte Stiegenhaus aus dem Gebäude gebracht. Eine Person wurde von der Straßenseite mit der Drehleiter aus einer Wohnung in den oberen Stockwerken gerettet.
Die Flammen schlugen bereits aus einem Fenster im Innenhof und drohten auf die darüber liegende Wohnung überzugreifen. Die Scheiben der äußeren Fensterflügel waren durch die Hitze bereits zersprungen. Die Berufsfeuerwehr konnte aber verhindern, dass die Flammen übergriffen. Mehrere Hochleistungslüfter vor dem Hauseingang und vor der Brandwohnung drückten den Rauch aus dem Gebäude. Nach etwa einer halben Stunde war der Brand gelöscht.
Insgesamt mussten 22 Personen von der Berufsrettung Wien in Teilen des K-Zugs betreut und einige von ihnen notfallmedizinisch versorgt werden. Vier Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht.
Die unverletzten Hausbewohner warteten die Löscharbeiten in einem Bus der Wiener Linien ab. Sie konnten wieder in ihre Wohnungen zurück, nachdem die Feuerwehr keine weiteren Gefährdungen mehr feststellen konnte. Während des Einsatzes waren die Autobuslinien 74A und N75 behindert.