Zivi mit Hund, aber ohne Ticket schlug Schaffner

Ein 19-Jähriger war mit Hund ohne Beißkorb ohne Fahrschein in einem Railjet unterwegs. Statt das Ticket vors Gesicht, bekam ein Schaffner aber eine Faust ins Gesicht bzw. auf die Schläfe.

Schüchtern stand ein Zivildiener in Wr. Neustadt vor Gericht. Er hatte im Sommer in einem Zug, am Weg zur kranken Mutter nach Graz, die Nerven verloren und einen Schaffner geschlagen.

Der Zivildiener war am 22. Juni in Wien in einen Railjet gestiegen. Dabei hatte der damals 18-Jährige seinen fast gleichaltrigen Schäfer-Staff-Mischling (Anm.: alter Hund, über 13 Jahre alt). Noch vor Wr. Neustadt wollte der Schaffner das Ticket des jungen Mannes sehen, nur der hatte keines, wollte eines im Zug kaufen. Da der Hund zudem keinen Beißkorb hatte, zeigte sich der Schaffner unerbittlich und verwies aufs Beförderungsgesetz, die Situation eskalierte.

Letzte Chance für Zivildiener (19)

Einem Tritt soll ein Faustschlag auf die Schläfe des Schaffners gefolgt sein. In Wr. Neustadt wurde der rabiate Passagier schließlich von der Polizei aus dem Zug gefischt.

Vor Gericht zeigte sich der Schwarzfahrer geständig, zeigte sich auch mit einer Schmerzensgeldzahlung einverstanden. Die Jugendrichterin gab dem vorbestraften Teeanger (Anm.: war bei Tat 18 Jahre alt, bis 21 Jahre gilt man vor Gericht als junger Erwachsener) eine allerletzte Chance: Sechs Monate bedingte Haft und kein Widerruf der anderen Strafe (Anm.: 5 Monate bedingt wegen Raubes und versuchter Körperverletzung am Landesgericht Eisenstadt).

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