Österreich

Zivil-Polizist soll Frau beschimpft und getreten haben

Heute Redaktion
14.09.2021, 16:00

Eine 26 Jahre alte Frau behauptet in der "Presse", dass sie vor zwei Wochen von einem Wiener Polizisten in Zivil rassistisch beschimpft, geschlagen und getreten worden sei. Und: Weitere Beamte, die die Frau nach dem Vorfall kontaktierte, hätten ihr nicht geholfen.

Eine 26 Jahre alte Frau behauptet in der "Presse", dass sie vor zwei Wochen von einem Wiener Polizisten in Zivil rassistisch beschimpft, geschlagen und getreten worden sei. Und: Weitere Beamte, die die Frau nach dem Vorfall kontaktierte, hätten ihr nicht geholfen.

Laut dem Bericht der Zeitung wollte die Frau mit ihrem zweijährigen Kind am Arm in einem Supermarkt in Floridsdorf an der Kassa vorbeigehen, während sich ihr Lebensgefährte angestellt hatte. Der Polizist in Zivil habe sie nicht vorbeigelassen, sie gestoßen und rassistisch beschimpft. Die Auseinandersetzung setzte sich am Parkplatz fort, dabei soll der Beamte die Frau geschlagen und getreten haben. Anschließend habe er ihr seinen Polizeiausweis gezeigt mit der Bemerkung, sie brauche nicht die Polizei zu verständigen.

Dies tat die Frau jedoch dennoch, die Beamten sollen ihr jedoch geraten haben, die Sache auf sich beruhen zu lassen, da sie nicht verletzt sei, berichtete "Die Presse". "Auf ihr Drängen, eine Anzeige aufzunehmen, habe eine Polizistin ebenfalls aggressiv reagiert und mit der Faust auf das Autodach geschlagen", heiß es in der Meldung. Die Frau sei aufgrund der Tatsache, dass sie nicht verletzt worden war, an das Bezirksgericht verwiesen worden. Gegenüber der Zeitung gab sie jedoch an, später in einem Krankenhaus wegen Prellungen behandelt worden zu sein.

"Der Fall wurde dem Referat für besondere Ermittlungen übergeben", sagte Polizeisprecherin Adina Mircioane. Hier soll nun geprüft werden, "ob ein strafrechtlicher oder disziplinarrechtlicher Tatbestand vorliegt", so die Sprecherin.

  

"Heute" auf Google als bevorzugte Quelle festlegen