Zivildiener: "Menschen sehr freundlich zu uns"

Sie müssen hinaus, wenn alle daheim bleiben. Menschen wie Stephan Bates (19) helfen in schwierigen Zeiten. Er ist Zivildiener beim Samariterbund.
Es sind ungewöhnliche Zeiten und viele Menschen leisten gerade Enormes, damit das tägliche Leben weitergeht und alle bestmöglich versorgt werden.

Besonders gefordert sind jene jungen Menschen, die gerade ihren Zivildienst ableisten. Und so manch einer erlebt Dinge, die so nicht zu erwarten waren.

Etwa Stephan Bates (19). Der Linzer leistet derzeit beim Samariterbund in Linz seinen Zivildienst. "Es sind schon ungewöhnliche Zeiten, in denen wir arbeiten", sagt er. Täglich fährt er aus, um Menschen zu helfen.

CommentCreated with Sketch. zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Seinen ungewöhnlichsten Einsatz hatte er vergangene Woche gemeinsam mit seinem Kollegen Oscar Lindner (19). Die beiden mussten eine ältere Frau aus einem Altersheim ins Krankenhaus fahren – es bestand bei der Dame der Verdacht auf eine Infektion mit dem Coronavirus.

Die beiden mussten ausgerüstet mit Schutzmasken und -anzügen zu der Frau. "Die hat sich natürlich zuerst einmal fürchterlich erschreckt, als sie uns gesehen hat. Wir haben dann aber ruhig mit ihr gesprochen und dann hat alles gepasst", erzählt Bates im Gespräch mit "Heute".

Viel Lob und Anerkennung



Angst, sich selbst anzustecken, hat der Linzer nicht. "Wir werden immer wieder darauf hingewiesen, wie wir uns verhalten sollen. Wir halten Abstand zu Patienten und Kollegen", sagt er.

Und eines zeigt die Krise auch: "Die Menschen sind sehr freundlich zu uns und wir bekommen viel Lob und Anerkennung für unseren Einsatz", so Bates.

Im Mai sollte sein Einsatz enden, allerdings ist das noch nicht sicher. "Es könnte sein, dass ich länger bleiben muss, aber das ist kein Problem", erklärt der Linzer. Im Herbst will er dann aber mit seinem Studium (Tourismus) an der FH in Krems starten.



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