Beamter soll leere Rolexbox um 5.726 € verkauft haben

Die beiden Angeklagten
Die beiden AngeklagtenTrimmel Sascha
Ein Zollbeamter und Uhrenfan soll von einem Vietnamesen 5.726 Euro erhalten, dafür aber nur eine leere Rolexbox geschickt haben

Ein Zollbeamter (60) und seine Frau mussten gestern in Wr. Neustadt vor Gericht. Der Uhrenfan und seine Gattin sollen eine leere Rolexschachtel verkauft haben.

Rolex versteigert

Im Februar 2018 hatte er um 9.480 Euro eine Rolex mit Rechnung gekauft, wollte sie ein Jahr wieder später verkaufen. Um 200 Euro Gebühren zu sparen, stellte er die Luxusuhr als gewöhnliche Versteigerung ins Netz und hoffte auf einen hohen Verkaufspreis.

Doch mit dem hohen Preis wurde es nichts, ein in Tschechien lebender Vietnamese erhielt für nur 5.726 Euro den Zuschlag. Der Asiate wollte die Uhr sogar persönlich abholen, das Paar lehnte aber strikt ab. Der seriöse Käufer überwies den Betrag und erhielt indes nur eine leere Schachtel.

Richterin zweifelt

Vor Gericht meinte das Paar: „Wir haben die Schachtel samt Uhr verschickt.“ Für die Richterin blieben einige Fragen offen: „Wo ist der Auftragsschein, wieso war die Seriennummer auf der Rechnung geschwärzt, wie kann sich ein hochverschuldetes Paar Luxusuhren leisten?“

"Trage 90-Euro-Swatch"

Denn der Zollbeamte bekommt 2.300 Euro Gehalt, seine Frau 1.200 Euro Pension, verdient aber nebenbei noch 1.100 Euro dazu. Das Paar muss jedoch rund 2.000 Euro Kreditraten im Monat zahlen, hat 360.000 Euro Schulden.

"Ich kann mir eh keine Rolex leisten, jetzt trage ich eine 90-Euro-Swatch", so der angeklagte Beamte zur Richterin. Der Prozess wegen Betruges wurde vertagt, es gilt die Unschuldsvermutung.

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