Zombie-Alarm bei dänischen Corona-Nerzen

Ein Massengrab für Nerze in der Nähe von Holstebro, Dänemark
Ein Massengrab für Nerze in der Nähe von Holstebro, DänemarkMORTEN STRICKER / AFP / picturedesk.com
Was wie aus einem schlechten Zombie-Film klingt, ist in Dänemark gerade Alltag. Mit einem mutierten Coronavirus infizierte Nerze steigen aus der Erde.

Als gäbe es 2020 nicht schon Probleme genug, musste das Coronavirus auch noch mutieren. Eine solche Mutation wurde in Nerzen auf dänischen Farmen entdeckt, wo das Virus sogar auf Menschen übersprang. Sicherheitshalber tötete Dänemark deswegen alle 15 bis 17 Millionen Nerze, um eine zweite Pandemie zu verhindern.

Einen ersten "Eklat" setzte es durch die mangelhafte rechtliche Umsetzung dieses Beschlusses durch den Lebensmittelminister, weswegen dieser zurücktreten musste. Etwas über eine Woche später nun der nächste Schock, der kaum zu glauben ist. Wie Zombies steigen die toten Nerze nun wieder aus dem Erdreich empor.

Friedhof der Kuscheltiere

Wohin mit 17 Millionen, virenverseuchten, gekeulten Nerzen? Anstatt sie zu verbrennen entschied man sich dazu, diese zu vergraben. Massengräber enormen Ausmaßes entstanden so, wo die Nerzkadaver in rund einem Meter Tiefe verbuddelt wurden. Vielerorts offenbar nicht tief genug.

"Während die Körper verwesen, bilden sich Gase. Das sorgt dafür, dass sich das Ganze ein wenig ausdehnt. Auf diese Art werden die Nerze im schlimmsten Fall aus der Erde gepresst."

"Unglücklicherweise ist ein Meter Erde nicht immer gleich ein Meter Erde", sagte Polizeisprecher Thomas Kristensen gegenüber dem TV-Sender "DR". In Westjütland entstand etwa ein Massengrab auf einem Militärgelände. Dort ist der Boden relativ leicht und sandig, tote Nerze wurden so an die Oberfläche gedrückt.

Doppelt hält besser

Vielerorts musste der Bereich um die Grabstätten deswegen großräumig abgesperrt werden. Eine zweite Schicht schwerer Erde soll das gruselige Phänomen nun stoppen und die Nerze erneut in das Erdreich befördern. Eine Übertragung von toten Tieren auf den Menschen sei ohnehin sehr unwahrscheinlich, sagt das dänische Gesundheitsministerium.

Um sich endgültig der Zombie-Nerze zu entledigen fordern mehrere Bürgermeister die Verbrennung der Kadaver. Dahinter stehen allerdings eher Bedenken betreffend das Grundwasser und die Umwelt und weniger die Angst vor Rache. 

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