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"Zombieland: Headshot Fever Reloaded" – PSVR2-Ballerei

Seichte Story, simples Gameplay. In "Zombieland: Headshot Fever Reloaded" steht Ballern im Mittelpunkt. Wer nicht mehr erwartet, darf sich freuen.

Rene Findenig
"Zombieland: Headshot Fever Reloaded" im Test – eine simple PSVR2-Ballerei, bei der man eine Handlung vergeblich sucht.
"Zombieland: Headshot Fever Reloaded" im Test – eine simple PSVR2-Ballerei, bei der man eine Handlung vergeblich sucht.
XR Games

"Zombieland: Headshot Fever Reloaded" für die PlayStation VR2 setzt zwar auf einem bekannten Werk auf, hat aber im Endeffekt wenig damit zu tun. Denn während der Film "Zombieland" und sein Nachfolger mit Hollywood-Stars wie Woody Harrelson, Jesse Eisenberg, Emma Stone und Bill Murray zu Mega-Hits wurden, nimmt sich das neue Spiel von XR Games für die PSVR2 (für andere Plattformen ist es bereits zuvor erschienen) nur den großen Namen, in Sachen Handlung aber geht es ganz, ganz seicht zu. Einziger wirklicher Inhalt: In einer Art Wettbewerb sollen wir möglichst die meisten Zombies besiegen.

Zumindest versteht es das Game aber, die Stars der Filme und deren markige Sprüche mit einzubeziehen. So fungieren unter anderem die Film-Protagonisten Tallahassee und Columbus als Erzähler und Anleiter und lockern die Aufgaben mit ihren Sprüchen auf. Auch das Befolgen der mittlerweile Kultstatus genießenden Überlebensregeln von Columbus sind Kernelement des Games – in verschiedenen Missionen soll man genau die Regel erfüllen, die der Film-Protagonist für sich festgeschrieben hat. Der Rest ist dann recht einfach: Ballern und Bewegen, das ist das einzige, was das Spiel erwartet.

Etwas Bewegung kommt dann doch noch ins Spiel

Was "Zombieland: Headshot Fever Reloaded" aber an Handlung und Tiefgang vermissen lässt, macht es beim Gameplay gut. An verschiedenen vorgegebenen Schauplätzen steht man auf der Stelle und deckt die Wellen an heran schlurfenden Zombies mit allerlei Schüssen aus verschiedenen Waffen ein. Achten muss man dabei auf nicht viel: Zielen, Schießen, Nachladen, das war es auch schon. Die Zombies lassen sich dabei nicht nur durch die titelgebenden Kopfschüsse besiegen, auch sind in den Levels immer mal wieder allerlei Hilfsmittel wie explodierende Gas-Kanister zu finden, auf die man ballern kann und soll.

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    "Zombieland: Headshot Fever Reloaded" für die PlayStation VR2 setzt zwar auf einem bekannten Werk auf, hat aber im Endeffekt wenig damit zu tun. Denn während der...
    "Zombieland: Headshot Fever Reloaded" für die PlayStation VR2 setzt zwar auf einem bekannten Werk auf, hat aber im Endeffekt wenig damit zu tun. Denn während der...
    XR Games

    Zwar wirft euch der VR-Shooter wie erwähnt in statische Umgebungen und lässt euch am Platz, an dem ihr steht, ballern, etwas Bewegung kommt dann aber doch in die Sache. Dadurch, dass die PlayStation VR2 über ein komplett neues Tracking verfügt, werden Bewegungen wie das zur Seite Lehnen oder Ducken direkt auf die Spielfigur übertragen. Das kann auch in brenzligen Situationen schon mal helfen. Ungewohnt präzise funktioniert dann auch das Nachladen, denn Magazine müssen halbwegs "realistisch" in die Waffe geschoben und gesteckt werden. In der Hektik ist das anfangs etwas Übungssache.

    Auf den Ranglisten ballert man sich nach oben

    Genau dieser Aspekt entscheidet in "Zombieland: Headshot Fever Reloaded" auch über Erfolg oder Misserfolg, denn die Munition ist spielentscheidend und das Nachladen will taktisch auf den passenden Zeitpunkt abgestimmt werden. Sonst kann es auch schnell passieren, dass man von einer Horde Zombies eingekreist wird und keinerlei Kugel mehr im Lauf hat. Was sich dank der neuen Sense-Controller toll anfühlt, ist das Waffen-Handling. So lassen sich die Knarren individuell voneinander mit der rechten und linken Hand greifen und auch über Kreuz oder auf beide Seiten gleichzeitig führen.

    Bei der Waffenwahl wartet alles, was man sich von einem Zombie-Shooter erwartet. Während man verschiedene Pistolen und Revolver für gezielte Kopfschüsse verwendet, ballert man sich mit Schrotflinten und Maschinenpistolen aus dem Untoten-Getümmel. Sind genug Zombies besiegt, geht es an den nächsten Schauplatz – Schuss-Kombos und doppelte Kopfschüsse treiben dabei den Punktezähler für die weltweite Rangliste nach oben. Für perfekte Punktzahlen braucht es aber ein gutes Lernen der Umgebungen und eine weise Wahl der Waffen – Spaß haben kann man beim Ballern aber auch einfach so.

    "Zombieland: Headshot Fever Reloaded" – PSVR2-Ballerei

    Immer mal wieder streut das Game auch ganz besonders starke Zombies ein, die mit speziellen Methoden besiegt werden sollen. Technisch geht es im Spiel übrigens recht einfach zu. Mit einem leichten Comic-Drall bekommt man etwas detailarme und verwaschene Kulissen zu sehen, in denen aber sehr flüssig und mit präzisem Feedback gespielt wird. Stärker als die grafischen Verbesserung ist das Feedback auf der PSVR2 ausgefallen. So fühlt man etwa durch eine Vibration des Headsets die Zombies auf einen zulaufen und jede Waffen fühlt sich dank der Sense-Controller etwas anders beim Schießen an.

    Zusätzlich zu den bekannten Inhalten bietet die PSVR2-Version des Games ein neues Story-Level, neue Schießplatz-Herausforderungen und neue Waffen-Skins. Wer sich ein VR-Abenteuer mit einer mitreißenden Story wie bei den "Zombieland"-Filmen erwartet, ist bei diesem Game leider falsch. Wer allerdings nur Arcade-mäßig ballern und sich mit den besten Schützen der Welt messen will, kommt mit "Zombieland: Headshot Fever Reloaded" auf seine Kosten. Aufgrund der starren Schauplätze und dem eingeschränkten Gameplay ist ein großer Wiederspielwert aber recht fraglich.