Zootiere in Kiew den Bomben schutzlos ausgeliefert

Der Zoo in Kiew ist völlig abgeschnitten, doch alle Tiere haben laut den polnischen Medien überlebt.
Der Zoo in Kiew ist völlig abgeschnitten, doch alle Tiere haben laut den polnischen Medien überlebt.Str / Zuma / picturedesk.com
Der nächtliche Angriff auf die Hauptstadt Kiew am 25. Februar wurde von allen Tieren des Zoos überlebt. Doch nun sitzt man fest. 

Der Zoo von Kiew beherbergt etwa zwischen 1.500 und 2.600 Tiere aus über 300 Arten, weshalb sich sofort nach Kriegsbeginn der Tierpark aus Posen (Poznan, Polen) dazu bereit erklärte, Hilfe zu leisten und mittels Konvoi einige Tiere nach Polen zu evakuieren. Dieser Plan scheint jedoch nicht mehr realisierbar zu sein. Auch wenn es in der Nacht zum 26. Februar zu keinem direkten Angriff auf den 40 Hektar großen Tierpark gab, so ist das Gelände durch diverse Brände und Brückensprengungen völlig abgeschnitten und nicht mehr erreichbar.

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Glück im Unglück

Laut der polnischen Tageszeitung "Wyborcza" hätten alle Mitarbeiter und Tiere überlebt, sind jedoch schwer traumatisiert. Rund 50 Pfleger sind auch nachts ständig bei den Tieren, die sich vom Lärm der Schüsse und Explosionen verstört in die wenigen Rückzugsorte zusammenpferchen. Auch Beruhigungsmittel müssen verbreicht werden, um die Tiere vor sich selbst zu schützen. Für etwa 10 Tage hat der Zoo noch Strom, Wasser und auch Futter, doch nachdem er im Augenblick unerreichbar für Lieferungen ist, bleibt abzuwarten wie umliegende Staaten helfen können.

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Tierasyl "Save Wild Fund"

Auch ein Tierheim in der Nähe von Kiew, welches sich hauptsächlich um Tiere kümmert, die aus Zirkussen gerettet wurden macht Kopfzerbrechen. Das Asyl steht unter der Leitung der Organisation "Save Wild Fund" und wird nun Löwen, Tiger und Karakale zum Grenzübergang Medyka (Polen) schleusen, wo sie bereits von den Mitarbeitern des Zoos in Posen erwartet werden. Viele Tiere aus dem Asyl sind allerdings schon zu alt und zu schwach für eine Evakuierung und verbleiben im Kriegsgebiet.

Zoo Kharkov

Der älteste Zoo der Ukraine stand immer wieder in der Kritik, keine artgerechte Anlage zu sein und wurde von vielen Tierschützern gemieden. Am 24. Februar fielen jedoch Granaten auf den "Feldman Ecopark" in Kharkov und es wurden mindestens drei Rehe getötet und mehrere Primaten verletzt.

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