Die Corona-Lage in Wien spitzt sich weiterhin zu. Wie das Ö1-Morgenjournal am Mittwoch aufdeckte, müssen in Wien bereits wieder Operationen verschoben werden. Von den 30.000 Mitarbeitern im Wiener Gesundheitsverbund sind aktuell rund 700 krank gemeldet – erschwerend kommt aktuell die Urlaubszeit hinzu. Die Folge davon: Überbelag auf vielen Stationen in Wiens Krankenhäusern.
Das ORF-Radio zitiert aus einem internen Mail, das vom ärztlichen Leiter der Klinik Donaustadt (vormals SMZ-Ost), Lothar Mayerhofer, am Montag ausgesandt wurde. Darin heißt es: "In dieser Situation müssen ab sofort alle Planaufnahmen abgesagt werden, wenn die Aufnahmeindikation nicht als unbedingt erforderlich und eine Verschiebung als gesundheitsgefährdend eingestuft werden muss." Heißt konkret: Länger geplante Aufenthalte und Eingriffe können nicht mehr stattfinden.
Seitens des Wiener Gesundheitsverbundes betont man allerdings, dass dringliche und lebensnotwendige Operationen in allen Kliniken stattfinden können. Nach wie vor gebe es in den Wienern Spitälern strenge Schutzmaßnahmen, wie das häufige PCR-Testen und das durchgehende Tragen von FFP2-Masken.
Mit Stand Dienstag werden in der Bundeshauptstadt 17 Patienten intensivmedizinisch gegen Covid-19 behandelt. 184 sind es auf der Normalstation. Hinzu kommen 64 Long Covid-Patienten, also Personen, die nicht mehr positiv sind, aber weiterhin behandelt werden müssen. Patienten auf der Normalstation sind häufig vorerkrankt und älter, was den Betreuungsaufwand zusätzlich erhöht. Wiens Gesundheitsstadt Peter Hacker (SPÖ) glaubt, dass schon im September die Zahlen so hoch sind, dass Rückkehrer aus dem Urlaub nicht ausreichen werden und die Spitäler überlastet sein werden.