Mit 25 zu 19 Stimmen gab der Ständerat am Montagabend der Patrouille Suisse den endgültigen Todesstoß. Die Kunstflugstaffel soll nach Plänen des Bundesrats und der Armee noch bis Ende 2027 fliegen – danach soll sie gegrounded werden.
Der Grund für das Ende der Kunstfliegerstaffel sei das hohe Alter der F-5-Tiger-Flugzeuge und die damit verbundenen hohen Betriebs- und Unterhaltskosten. SVP-Ständerat Werner Salzmann widerspricht dieser Ansicht: Für ihn sei die Patrouille Suisse "kein Hobby, sondern stärke die Verteidigungsfähigkeit der Schweiz". In seiner Motion forderte er daher den Erhalt der Staffel lediglich als Jet-Team.
Der Ständerat debattierte gleich am ersten Sessionstag über diesen Vorstoß. SVP-Salzmann betonte noch einmal die Wichtigkeit und auch symbolische Funktion der Patrouille Suisse. Die Staffel dürfe nicht aufgrund von Sparmaßnahmen "geopfert" werden.
Die Diskussion wurde mit großer Leidenschaft geführt: Während einige Ständeräte die Staffel als die "Top-Guns von Emmen" lobten, sahen andere – inklusive der Bundesrätin Viola Amherd – angesichts der Sparmaßnahmen keine finanziellen Möglichkeiten mehr, sie aufrechtzuerhalten.