Zu viel von DIESEM Obst macht Falten

Es gibt eine Tropenfrucht, von der man besser nicht zu viel essen sollte.
Es gibt eine Tropenfrucht, von der man besser nicht zu viel essen sollte.Getty Images
Stimmt die Dosierung, kann die Tropenfrucht hingegen der Hautalterung vorbeugen und erste Anzeichen reduzieren.

Nicht rauchen, Sonne meiden - es gibt mehrere Möglichkeiten, die Haut davor zu bewahren, vorzeitig zu altern. Auch die richtige Ernährung kann einen Teil dazu beitragen. Dazu zählen laut neuesten Erkenntnissen auch Mangos der Sorte Ataulfo (siehe Box).

Wie Forschende um Robert Hackman von der University of California in Davis im Fachjournal "Nutrients" schreiben, lässt sich durch den Verzehr einer bestimmten Menge der Frucht der Bildung von Falten im Gesicht vorbeugen und bereits vorhandene zu reduzieren.

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Die Ataulfo-Mango stammt aus Mexiko. Die wahlweise auch Jung-, Baby-, Gelb-, Honig-, Adaulfo-, Adolfo- oder Champagner-Mango genannte Frucht ist goldgelb, länglich und rund 170 bis 280 Gramm schwer. Ihr butterartiges Fruchtfleisch ist nicht faserig und enthält mit 15 Gramm pro 100 Gramm viel Zucker. Entsprechend süß ist sie. Die nach ihrem Züchter – Ataulfo Morales Gordillo – benannte Mango wurde für die Studie ausgewählt, weil sie besonders reich an Betacarotin und anderen Carotinoiden, an Phenol- und Ascorbinsäure sowie an Gallussäure, Chlorogensäure, Protocatechinsäure und Vanillinsäure ist.

Versuche mit Mäusen hatten gezeigt, dass verfütterte Mangoextrakte die Faltenbildung durch Hemmung der epidermalen Verdickung und Erhöhung der Kollagenbündel unterdrückt. Bisher war allerdings unklar, ob Mangokonsum auch Auswirkungen auf die menschliche Haut hat.

Mango essen auf Anweisung

Das Team ließ für seine Arbeit 28 Frauen mit dem Hauttyp II (helle, empfindliche Haut, oft mit Sommersprossen, blonde, hellbraune Haare) und III (mittelhelle, etwas weniger empfindliche Haut, kaum Sommersprossen, dunkel- oder hellbraunes, dunkelblondes Haar), welche die Menopause schon hinter sich hatten, jeweils 16 Wochen lang regelmäßig Mangos essen. Die eine Gruppe verzehrte in diesem Zeitraum viermal wöchentlich jeweils Portionen von 85 Gramm, die Teilnehmer der anderen aßen jeweils 250 Gramm.

Um allfälligen Veränderungen auf die Spur zu kommen, wurden zudem jeweils zu Beginn der Studie sowie nach acht und 16 Wochen Aufnahmen von ihren Gesichtern gemacht. Dabei interessierten die Forschenden vor allem der Bereich an den äußeren Augenwinkeln sowie Hautrötungen auf den Wangen. "Unser System, mit dem wir Falten analysiert haben, ist äußerst genau und hat es uns ermöglicht, Falten zu erfassen, die nicht mit bloßem Auge sichtbar sind", so der Studienleiter.

Viel hilft nicht viel – im Gegenteil

Ergebnis: Jene Frauen, die viermal wöchentlich 85 Gramm Ataulfo-Mangos zu sich nahmen, wiesen innerhalb von acht Wochen eine deutliche Verringerung der Falten auf, die sich bis zum Ende der Untersuchung sogar noch fortsetzte. Allerdings nahm bei ihnen die Zahl der Hautrötungen zu.

Bei den Teilnehmerinnen, die größere Mango-Portionen aßen, war der Effekt ein anderer: Bei ihnen stellte das Team um Hackman sogar eine durchschnittliche Verschlechterung sowohl bei bestehenden tiefen als auch bei feinen Fältchen fest. Außerdem war die Zunahme der Faltenbildung größer als in der Vergleichsgruppe.

"Wir gehen davon aus, dass Mangos grundsätzlich zwar gut für die Hautgesundheit sind, aber nur bis zu einer bestimmten Menge. Zu viel davon scheint möglicherweise schlecht für die Haut zu sein", sagt Hackmans Kollegin Vivien Fam. Was die Veränderungen der Haut bewirkt, soll in weiteren Studien untersucht werden.

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