Zu viele Medikamente für Kleinkind verabreicht?

Bianca R. (26) aus Klosterneuburg ist verzweifelt: Seit November ist Sohn Alexander (1) im Heim untergebracht. Der Grund: Sie soll dem Kind eigenmächtig zu viele Medikamente verabreicht haben.

Weil der Bub immer wieder in Ohnmacht gefallen war, konsultierte die zweifache Mutter Bianca R. Ärzte im Wiener AKH, Klinikum Tulln und Linz. Die Diagnose: Herzrhythmusstörungen, Fieberkrämpfe. Weil sich die Ärzte den Gesundheitszustand des Kindes aber nicht erklären konnten, wurde ein Drogenschnelltest gemacht – positiv auf Diazepam (Beruhigungsmittel). Der Verdacht: Die Mutter habe dem Sohn ohne ärztliche Verordnung Tabletten verabreicht.

"Der Harntest am nächsten Tag war negativ. Das hat mir eine Ärztin auch schriftlich bestätigt", so die Sozialhilfeempfängerin. Alexander wurde daraufhin aber vorübergehend in einem Heim in Perchtoldsdorf (Mödling) untergebracht – so lange, bis ein Gutachten die psychische Gesundheit der Mutter bestätigt. "Es gibt eine Expertise und ich bin gesund. Hätte das Jugendamt Courage, würde es den Antrag vor Gericht zurückziehen", ärgert sich R..

CommentCreated with Sketch. Jetzt kommentieren Arrow-RightCreated with Sketch.
Nav-Account red Time| Akt: