Das nahende Weihnachtsfest wird in der EVN Abfallverwertungsanlage in Dürnrohr bei Zwentendorf (Bezirk Tulln) einmal mehr für Hochbetrieb sorgen. Rund um die Feiertage fallen zehn bis 15 Prozent mehr Müll als sonst an, bei Altglas beträgt die Steigerung sogar mehr als 30 Prozent. "Alle fünf Minuten landet ein neuer Container mit ca. elf Tonnen Müll in unserem Bunker", schilderte EVN-Sprecher Stefan Zach am Dienstag in einer Aussendung.
Generell sei heuer mehr Restmüll aus den Haushalten angeliefert worden als in den Jahren davor. Ein Hauptgrund dafür sei Covid-19. "Man merkt, dass viele Leute die Ausgangsbeschränkungen dafür genutzt haben, um ihre Keller oder Dachböden auszuräumen", resümierte Zach. Außerdem müssten Corona-Infizierte und Menschen, die in Quarantäne leben, ihren Abfall nicht trennen - "es landet alles im Restmüll und in weiterer Folge in einem unserer Müllbunker".
Die beiden Behälter fassen insgesamt 40.000 Kubikmeter, EVN-Angaben zufolge hätten darin rund 70 Einfamilienhäuser Platz. In einem etwas kleineren Vorbunker werden Abfälle bis zu drei Tage gelagert, bevor mit der Energie im Müll Strom für Haushalte, Fernwärme und Prozessdampf für die Industrie erzeugt werden.