Weil er starken Verwesungsgeruch wahrnahm, wurde ein Grazer Anfang Mai misstrauisch. Die herbeigerufene Polizei machte schließlich eine grauenhafte Entdeckung: Ein 35-Jähriger hatte seine Hunde qualvoll verenden lassen. Am Mittwoch stand der Züchter vor Gericht und wurde nicht rechtskräftig zu einer neunmonatigen, unbedingten Haftstrafe verurteilt.
Weil er starken Verwesungsgeruch wahrnahm, wurde ein Grazer Anfang Mai misstrauisch. Die herbeigerufene Polizei machte schließlich eine grauenhafte Entdeckung: Ein 35-Jähriger hatte qualvoll verenden lassen. Am Mittwoch stand der Züchter vor Gericht und wurde nicht rechtskräftig zu einer neunmonatigen, unbedingten Haftstrafe verurteilt. Ein Ehepaar in Linz wurde wegen Welpenhandels zu Haftstrafen verurteilt.
Nachdem der Tippgeber die Beamten alarmiert hatten, klopften die bei einem 35-jährigen Züchter aus Graz-Umgebung an und machten den schaurigen Fund. Die Polizisten fanden zwei tote Rottweiler in ihren Zwingern vor. Eine weitere Hündin lag tot in einer Wurfkammer in der Garage. Ein bereits im April verendetes Tier hatte der Tierquäler in einer Abstellkammer entsorgt. Auch die Überreste von Welpen wurden gefunden.
Eine noch lebende, aber stark unterernährte Hündin wurde vom "Aktiven Tierschutz" zu einem Tierarzt gebracht. Vor Gericht leugnete der Mann am Mittwoch, die Tiere verhungern lassen zu haben - sie hätten Durchfall bekommen, und er habe dagegen nichts unternommen. Warum, wisse er nicht. Der Amtstierarzt war anderer Meinung: Es habe keine Anzeichen einer Krankheit gegeben, die Hunde seien eindeutig verhungert.
Das Urteil: Neun Monate unbedingte Haft, der Angeklagte erbat Bedenkzeit. Laut "ORF" sein letzter Wunsch in der Verhandlung: "Vielleicht geht es ja irgendwann wieder, dass ich einen Hund haben kann."
Welpenhändler in Linz
Ein ehepaar in Linz wurde ebenfalls am Mittwoch wegen Welpenhandels verurteilt. die 52-jährige Frau erhielt 24 Monate unbedingte Haft, ihr 43-jähriger Gatte eine bedingte Haftstrafe - beide Urteile nicht rechtskräftig. laut Anklage hat das Paar rund 740 Welpen - großteils aus Tschechien - unter schlimmsten Bedingungen gehalten und an mindestens 262 Personen verkauft. Viele der Tiere waren krank, es entstand ein Schaden von rund 170.000 Euro. Die Haftstrafe fiel bei der Frau so hoch aus, weil sie bereits vorbestraft war.