Der Facebook-Gründer kündigte in einem Blogpost an, dass das Metaverse – ein Konzept, das die physische und digitale Welt über virtuelle und erweiterte Realität verschmilzt – eine "enorme" Rechenleistung erfordern werde. Der KI-Supercomputer, der von Zuckerbergs Unternehmen Meta als "AI Research SuperCluster" (RSC) bezeichnet wird, ist bereits der fünftschnellste der Welt, so das Unternehmen.
"Die Erfahrungen, die wir für das Metaverse aufbauen, erfordern eine enorme Rechenleistung (Quintillionen von Operationen pro Sekunde!), und der RSC wird neue KI-Modelle ermöglichen, die aus Billionen von Beispielen lernen, Hunderte von Sprachen zu verstehen und vieles mehr", schrieb Zuckerberg in einem Blogpost. Gemäß Meta-Forschern soll der RSC der schnellste Computer seiner Art sein, wenn er im Sommer fertiggestellt ist, wie der "Guardian" schreibt.
Das Unternehmen plant die Entwicklung von Werkzeugen künstlicher Intelligenz (KI), die es unter anderem ermöglichen sollen, dass Menschen, die verschiedene Sprachen sprechen, einander in Echtzeit verstehen können. "Letztendlich wird die Arbeit mit RSC den Weg für die Entwicklung von Technologien für die nächste große Computerplattform ebnen – das Metaverse, in dem KI-gesteuerte Anwendungen und Produkte eine wichtige Rolle spielen werden", geben die Forscher weiter an.
Die Meta-Forscher betonten, der aus Tausenden von Prozessoren bestehende RSC würde auch dabei helfen, schädliche Inhalte auf den Plattformen zu identifizieren. Das Metaverse, von dem Meta zugibt, dass es noch Jahre davon entfernt ist, ein vollwertiges Konzept zu sein, ist ein wichtiger Bestandteil der Pläne des Unternehmens für den Supercomputer. Der genaue Standort des Computers wird derweil nicht veröffentlicht.
Im Zuge des Cambridge-Analytica-Skandals wurde Zuckerbergs Unternehmen mit einer Geldstrafe in Höhe von fünf Milliarden US-Dollar (etwa 4,6 Milliarden Franken) wegen Verstößen gegen den Datenschutz belegt. Frances Haugen, eine ehemalige Facebook-Mitarbeiterin und Whistleblowerin, hat davor gewarnt, dass sich das Unternehmen auf die Expansion in neue Bereiche konzentriert, obwohl es "mehr Ressourcen auf sehr grundlegende Sicherheitsaspekte" aufwenden sollte.