Zufahrtslimit ins Zentrum? City-Grüne für Grätzeltes...

Können italienische Städte wie Rom und Florenz ein Vorbild für die Wiener City werden? Ja, findet City-Grünen-Chef Alexander Hirschenhauser – und legt ein Konzept vor.

"Vorbild könnten italienische Städte sein, die es geschafft haben, das Verkehrschaos in ihren Zentren zu entschärfen", so das Büro von Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (G) letzte Woche.

Ob das eine "zona traffico limitato" – wie beispielsweise im historischen Zentrum von Rom, Florenz und Mailand – sein könnte, bei der in eine bestimmte Verkehrszone nur Anrainer und Fahrzeuge mit Sondergenehmigung fahren dürfen, ließ das Büro der Vizebürgermeisterin offen.

City-Grünen-Chef will Pilotprojekt zwischen Tuchlauben und Rotenturmstraße

Konkrete Ideen für eine Verkehrsberuhigung in der Inneren Stadt haben indes die City-Grünen. "Unser Ziel ist ein Viertel des derzeitigen Verkehrsaufkommens, also dass drei von vier Autos nicht mehr hineinfahren." Und: Der "notwendige Verkehr", also jener von Anrainern, Zulieferbetrieben und Co., solle sich "drinnen besser bewegen können", erklärt Hirschenhauser.

Einen Vorschlag für ein Test-Grätzel mit limitierter Zufahrt hat City-Grünen-Chef Alexander Hirschenhauser: "Man könnte ein Pilotprojekt zwischen Tuchlauben und Rotenturmstraße starten." Dazu bräuchte es "nur ein Rechtsabbiege-Gebot in die Wipplingerstraße", erklärt der Chef der Grünen Innere Stadt. Zufahren dürften Anrainer, Lieferverkehr, Pflegedienste, Handwerker und Co., so die Idee der City-Ökos. Auch vorstellbar für die City-Grünen: Die Zufahrt zu Garagen und mit Carsharing-Pkw.

Zufahrts-Limit für 24 Stunden und sieben Tage pro Woche

Welche Autos müssten draußen bleiben? "Anwälte, Makler, Immo-Treuhänder und der Ausgehverkehr am Wochenende", erklärt Hirschenhauser. Er plädiert dafür, dass eine solche Zufahrtsbeschränkung "24 Stunden und sieben Tage die Woche" gelten sollte. Eine Strafe von 30 bis 50 € wäre denkbar – "mindestens soviel wie fürs Falschparken", sagt Hirschenhauser. Die Vision der City-Grünen: Ein gesamtes verkehrsberuhigtes Innenstadt-Zentrum innerhalb der Ringstraße – sollte ein Pilotprojekt gut verlaufen.

Wenn das der Wunsch der Bezirks-Grünen sei, werde man "gern mit allen Fraktionen diskutieren", heißt es zu dem Vorschlag aus dem Büro der City-Bezirksvorstehung.

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