Gegen 15:30 Uhr war am Dienstag eine mit mehreren Waggons bestückte Zugsgarnitur auf der alten Westbahnstrecke in Richtung Wien unterwegs. Auf Höhe des Bahnhofes Böheimkirchen (Bezirk St. Pölten-Land) bemerkte der Triebwagenführer eines entgegenkommenden Zuges plötzlich Flammen aus dem ersten Waggon aufsteigen. Dieser setzte sofort einen internen Notruf ab, der wenige Minuten später zu einem umfassenden Feuerwehreinsatz führte.
Eine größere Brandkatastrophe verhinderte dann der Fahrdienstleiter des Bahnhofes Böheimkirchen. Er versuchte mit sieben Feuerlöschern den Brand unter Kontrolle zu bringen, was ihm bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte auch gelang. Bei den beherzten Löschversuchen dürfte der ÖBB-Mitarbeiter eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten haben und musste vom Rettungsdienst behandelt werden. Ohne dem couragierten Einsatz des Fahrdienstleiters hätte das Feuer laut Feuerwehr vermutlich auch auf die übrigen Waggons übergegriffen.
Drei Feuerwehren mit fast 50 Einsatzkräften gelang es dann schließlich, den vermutlich bei den Bremsen ausgebrochenen Brand unter Kontrolle zu bringen. Verletzt wurde bei dem spektakulären Einsatz niemand, da der Zug ohne Passagiere unterwegs war. Die alte Westbahnstrecke musste im Bereich des Bahnhofes während der Löscharbeiten teilweise gesperrt werden.