In Schruns im Montafon kam am Freitagabend eine Pkw-Lenkerin mit dem Schrecken davon. Ihr Wagen wurde von der Motafonerbahn erfasst. Der Zug spießte das Auto mit einem Puffer regelrecht auf und schleifte den Wagen 25 Meter weit mit. Wie durch ein Wunder stieg die Frau heil aus dem Wrack aus. Auch in Salzburg erfasste eine Bahn ein Auto, vier Insassen wurden verletzt.
Die 64-Jährige Autofahrerin in Schruns hatte scheinbar das Rotlicht übersehen und passierte den unbeschrankten Bahnübergang. Eine Garnitur der Motafonerbahn näherte sich, der Triebwagenführer (28) erkannte die Gefahr und leitete eine Vollbremsung ein. Trotz seiner schnellen Reaktion, die zumindest das Tempo reduzierte, konnte er den folgenden Zusammenprall nicht vermeiden.
Mit voller Wucht krachte die Bahn in den Wagen, ein Puffer spießte das Auto auf. Erst nach 25 Metern kamen Bahn und Auto zum Stillstand. Die Frau blieb unverletzt, nach einer Routinekontrolle im Krankenhaus durfte sie dieses sofort wieder verlassen. Auch der Lokführer und die Passagiere blieben unversehrt.
Salzburg: Lokalbahn erfasste Pkw
Bereits am Freitagnachmittag kollidierte ein Pkw mit der Salzburger Lokalbahn, der Unfallhergang dürfte ähnlich wie in Vorarlberg gewesen sein. Die 19-jährige Lenkerin aus Oberösterreich hatte gegen 16.30 Uhr das Rotlicht vor dem unbeschränktem Bahnübergang in der Fanny-von-Lehnert-Straße übersehen. Der Wagen wurde trotz versuchter Vollbremsung des Lokführers vom Triebwagen erfasst und einige Meter mitgeschleift.
Der Auto kam eingeklemmt zwischen Garnitur und einem Oberleitungsmasten zum Stillstand, die Frau und drei Freundinnen im Alter von 16 bis 20 Jahren wurden leicht verletzt, konnten sich aber selbst aus dem schwer beschädigten Wagen befreien. Sie wurden allerdings vom Roten Kreuz ins Unfallkrankenhaus gebracht. Im Zug selbst wurde niemand verletzt. Die Alkotests der Lenkerin und des Lokführers verliefen negativ.