Zugsunglück mit 11 Toten und über 100 Verletzten

Bild: Reuters

Ein voll besetzter Expresszug ist im Norden Indiens in einen stehenden Güterzug gerast. Sechs Waggons des Expresszugs entgleisten. Bei dem Unglück in der Nähe des Bahnhofs Chureb in Uttar Pradesh sind am Montag mindestens elf Menschen gestorben und 105 Menschen verletzt worden.

Zahlreiche Menschen waren in den Abteilen eingeschlossen. Erst nach und nach konnten die Helfer die völlig verformten Wagen aufschneiden. Die Waggons waren von der Wucht des Aufpralls angehoben worden. Sie hingen ineinander verkeilt mehrere Meter über dem Boden.

Bahnhofsvorsteher verschwunden

Offenbar waren die beiden Züge wegen eines Signalfehlers auf das gleiche Gleis geraten. Der Bahnhofsvorsteher, der dem Passagierzug grünes Licht gegeben haben soll, ist angeblich untergetaucht. 

Offizielles Beileid

Sowohl Premierminister Narendra Modi als auch Präsident Pranab Mukherjee sprachen den Angehörigen der Toten ihr Beileid aus. Er bete mit den Verletzten, schrieb Modi auf Twitter kurz vor seiner Vereidigung als Regierungschef. Die Angehörigen der Toten sollen umgerechnet etwa 1250 Euro Entschädigung enthalten, die Verletzten 125 bis 625 Euro.

Täglich 20 Mio. Passagiere

Der Passagierzug war auf dem Weg von der Hauptstadt Neu Delhi nach Gorakhpur, einem Distrikt an der Grenze zu Nepal. Indien hat eines der längsten Schienennetze der Welt, jeden Tag fahren gut 20 Millionen Menschen mit den Zügen. Dabei ereignen sich jedes Jahr schwere Unfälle mit vielen Toten. Erst Anfang des Monats starben 18 Menschen, als ein Zug in der Nähe von Mumbai entgleiste.

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