Seit der Saison 2021/22 setzt die österreichische Bundesliga auf den Video Assistant Referee. Trotz der Kritik an einigen Eingriffen des VAR hat die Bundesliga nun entschieden, weiterhin auf das Schiedsrichter-Hilfssystem zu setzen.
Und das mit einem neuen Partner. Ab der kommenden Saison ist "Sportec Solutions", ein Joint Venture der Deutschen Fußball-Liga, für die technische Umsetzung des Video-Referees im österreichischen Fußball – in der Bundesliga und dem ÖFB Cup – verantwortlich. Das System kommt neben der deutschen Bundesliga auch in der spanischen La Liga, der Liga Portugal oder der MLS zum Einsatz. Die Bundesliga betonte auch, dass es gelungen sei, die Kosten für das Schiedsrichter-Hilfssystem zu senken.
Bisher war der Anbieter "Hawkeye" für die Abwicklung verantwortlich gewesen. Der am Saisonende auslaufende Vertrag wurde aber nicht verlängert. Die Vereinbarung mit dem neuen Anbieter läuft nun über acht Jahre und beinhaltet eine einmalige Ausstiegsmöglichkeit für die heimische Liga nach vier Saisonen. Österreichs Bundesliga setzt also langfristig auf den VAR. Vor dem Hintergrund des deutlich gesunkenen Bundesliga-TV-Vertrags galt der Video-Referee aus Kostengründen noch als Streichkandidat. Die Liga bekannte sich nun aber dazu
"Die Einführung des VAR hat den Fußball – bei allem nach wie vor vorhandenem Gesprächsstoff – jedenfalls gerechter gemacht. In diesem Sinne und für einen professionellen Meisterschaftsbetrieb haben sich die Klubs auch in Zeiten finanzieller Herausforderungen für die Fortführung des VAR entschieden", erklärte Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer, betonte, dass man nun ein "professionelles System bieten" könne. "Uns war wichtig, zusammen mit der Bundesliga das qualitativ beste Gesamtpaket zu finden", erklärte Ali Hofmann, Chef der Schiedsrichter-Abteilung im ÖFB.