Zulagen-Dschungel: Für Bestatter ist März unterirdis...

Bild: Verleih

Ein 400-Seiten-Konvolut regelt die Gehaltszulagen für Bedienstete der Stadt Wien. Darin finden sich viele Skurrilitäten. Die Frostzulage für Totengräber versetzt Betroffene im Frühjahr in Grabesstimmung.

Gestorben wird immer, gut damit verdient nur im Winter. Ab März, wo in Wien in der Regel nicht mehr mit Minusgraden zu rechnen ist, schmilzt das Gehalt von Bestattern. Christoph Wiederkehr (Neos) durchforstete den 400 Seiten starken Zulagenkatalog der Stadt Wien und fand heraus: Bei Beerdigungsarbeiten werden 25 Prozent Frostzuschlag ausbezahlt.

Um diesen Entfall in der warmen Jahreszeit auszugleichen, müssen Totengräber den Wettergott um viel Niederschlag bitten. Bei stark durchnässtem Erdreich ist nämlich auch ein kleines Zubrot vorgesehen. Doch nicht nur Bestatter sind betroffen.

Der Neos-Mann legt noch ein Schäuferl – Skurriles, nicht Erde – nach. Auch bei Putzkräften in Schulen ist einheitliche Bezahlung eine "Wischen Impossible": Für das Reinigen eines Handarbeitssaales bekommt man 98 Euro monatliche Zulage, ist man jedoch zum Aufräumen eines Zeichenzimmers eingeteilt, bekommt man 117 Euro.

Weitere Schmankerl: Rasenmäher-Zulage, Fensterreinigungszulage, Zivilkleidungstrage-Zulage… Verwaltungsexperte Wiederkehr will diese Absurditäten beerdigen: "Der Nebengebühren-Katalog ist veraltet. Eine transparente Entlohnung würde viel Aufwand und dem Steuerzahler viel Geld sparen."

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