Zum Chef: Nein-Sagen kann man lernen!

Zu den Aufgaben eines Chefs gehört es, Mitarbeitern dann und wann auch unangenehme Aufgaben zu geben, die nicht leicht und nicht gerne erledigt werden. Oft decken Chefs Arbeitnehmer auch mit viel mehr ToDo's ein, als realistisch in der vorgegebenen Zeit geschafft werden können. Ist es Ihnen nicht auch schon einmal so ergangen? Aus Angst vor Konsequenzen wehren sich viele nicht, Burn-Out und Überlastung sind die Folge. Doch Nein-Sagen kann man lernen!

Zu den Aufgaben eines Chefs gehört es, Mitarbeitern dann und wann auch unangenehme Aufgaben zu geben, die nicht leicht und nicht gerne erledigt werden. Oft decken Chefs Arbeitnehmer auch mit viel mehr ToDo's ein, als realistisch in der vorgegebenen Zeit geschafft werden können. Ist es Ihnen nicht auch schon einmal so ergangen? Aus Angst vor Konsequenzen wehren sich viele nicht, Burn-Out und Überlastung sind die Folge. Doch Nein-Sagen kann man lernen!

Wie Sie sich im Arbeitsleben gegen ihren Chef bei zu vielen Arbeitsaufgaben weigern und behaupten können, ohne den Job zu gefährden hat die "Bild" aufgezeigt. Laut einer Umfrage beantworten dort 80 Prozent der Deutschen Fragen und Bitten Ihrer Chefs und Kollegen zu oft mit "Ja". In Österreich ist das nicht anders. Auch Überstunden am Wochenende oder ungerechte Kritik wird zumeist ohne Widerrede hingenommen.

Was müssen Sie beim Nein-Sagen beachten?

Wenn sich auf Ihrem Schreibtisch die Arbeit stapelt, sollten Sie trotzdem immer fachlich und passiv bleiben. Seien Sie auf keinen Fall aggressiv, signalisieren Sie Bereitschaft. Ihr Chef sollte die Möglichkeit haben, Ihnen die zusätzlichen Aufgaben zu erklären. Lassen Sie ihn Prioritäten setzen und äußern Sie sich erst danach.

 


Sollen Sie außerhalb der Regelarbeitszeit arbeiten, kommt es zunächst darauf an, ob das in Ihrem Beruf üblich ist. Ist es das nicht, können Sie einen privaten Termin vorschieben. Achtung: Sagen Sie nur "privater Termin" und nicht "Arzt-Besuch" oder "Besuch von Freunden". Das führt zu Diskussionen.

 


Sind noch einige Tage Zeit bis zu dem Termin, sagen Sie Ihrem Chef, dass Sie versuchen, Ihre privaten Termine zu verschieben. Wenn Sie dann nach einigen Stunden doch sagen, dass Sie gar nicht können, wird er das eher verstehen.

 


Wenn eine permanente Erreichbarkeit nicht im Arbeitsvertrag steht oder für Ihren Beruf notwendig ist, sollten Sie sich den Hintergrund erklären lassen. Fragen Sie, was auf Sie zukommt und dass Sie das erst mit Ihrer Familie besprechen müssen. Schlagen Sie etwa einen Kompromiss vor.

 


Wenn bei der Gehaltsverhandlung Chefs weniger anbieten, als erwartet, dürfen Sie ihre Enttäuschung zugeben. Seien Sie ehrlich und machen Sie einen eigenen, realistischen Vorschlag. Verschaffen Sie sich und Ihrem Chef damit Zeit und sprechen Sie noch einmal darüber.

 


Wenn Ihr Chef wünscht, dass Sie ihren Arbeitsplatz räumen und künftig woanders sitzen, sollten Sie versuchen, für Ihren alten Platz zu kämpfen, wenn Sie nicht freiwillig gehen wollen.

 


Wenn Sie für den Fehler eines Kollegen den Kopf hinhalten müssen, sollten Sie diplomatisch vorgehen und Ihren Kollegen nicht gleich ans Messer liefern. Versichern Sie, dass der Fehler nicht noch einmal passieren wird. Appellieren Sie dann aber auch an den Kollegen, die Sache selbst richtig zu stellen.

 


Wenn Ihr Chef Sie für einen Dienst vorgesehen hat, für den Sie gar nicht zuständig sind, sollten Sie den Irrtum höflich ansprechen und um Änderung bitten. Wie bei der Wochenendarbeit sollten Sie dennoch einen Kompromiss anbieten.

 


Wenn Sie mit dem Führungsstil Ihres Chefs nicht einverstanden sind, sollten Sie Ihre Kritik persönlich unter vier Augen vorbringen, auf gar keinen Fall schriftlich in einem E-Mail. Das führt nur zu Missverständnissen. Versuchen Sie Ihren Chef an einem Tag zu erwischen, an dem er gute Laune hat. Kritisieren Sie Ihren Chef nicht für mehrere Dinge, sondern am besten für einen bestimmten Fall. Und scheuen Sie sich nicht: Wenn sich ein Mitarbeiter seinem Chef öffnet, steigt er in dessen Wertschätzung.

 


Es kommt vor, dass Sie mal überhaupt keine Lust auf Arbeit haben. Jeder hat einmal einen schlechten Tag. Versuchen Sie, möglichst wenig aufzufallen. Wenn das nicht geht, lassen Sie beiläufig fallen, dass Sie unter Migräne, Rückenschmerzen etc. leiden, es aber schon besser ist als gestern. Dadurch erhöhen Sie die Chance, dass Ihr Chef dies eher unterstützen wird und Rücksicht nimmt.

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