Zum OSCAR 2013: Michael Hanekes Portrait

Bild: AP (AP)

ORF-Oscar-Schwerpunkt: "dok.film"-Premiere "Michael Haneke - Porträt eines Filmhandwerkers" am Sonntagabend um 23.20 Uhr auf ORF2.

ORF-Oscar-Schwerpunkt: "dok.film"-Premiere  "Michael Haneke – Porträt eines Filmhandwerkers"  am Sonntagabend um 23.20 Uhr auf .



Den konsequenten Weg eines Visionärs, dem die Filmwelt zu Füßen liegt und dessen Chancen auf den höchsten internationalen Filmpreis (für das vom ORF koproduzierte Drama "Amour") mehr als gut stehen, zeichnet der "dok.film" am Sonntagabend um 23.20 Uhr in ORF2 nach. Im Rahmen des Oscar-Schwerpunkts präsentiert der ORF mit "Michael Haneke – Porträt eines Filmhandwerkers" eine neue Doku des französischen Autors und Filmemachers Yves Montmayeur, der seit vielen Jahren ein Vertrauter des österreichischen Starregisseurs ist. Der Film bietet eine Stunde Haneke pur und zeigt, wie sehr der Mensch und der Regisseur, der Privatmann und die öffentliche Figur Michael Haneke deckungsgleich sind. Das neue Filmporträt führt das Publikum auf eine faszinierende Reise durch den Kosmos des anspruchsvollen Künstlers Haneke, der in seinen Arbeiten immer wieder das erforscht, was er selbst einmal die "Vergletscherung der Gesellschaft" nannte. Beginnend mit "Amour" (2012), der Michael Haneke endgültig auf der Höhe seiner Meisterschaft zeigt, geht die Dokumentation konsequent, Film für Film, "zurück in die Zukunft", bis ins Jahr 1989 – und schließlich wieder in die Gegenwart.



Michael Haneke hatte es schwer im Kino: Seine ersten Filme, die in gewisser Weise noch radikaler waren als seine aktuellen, sahen sich vehementer Kritik ausgesetzt, wegen ihrer "Gewalttätigkeit" und ihrer "Düsterkeit". Doch Haneke selbst bestreitet, seit seinem Kinodebüt "Der siebente Kontinent" (1989) auch nur einen Millimeter von seiner Idee von Film abgewichen zu sein.



Nicht nur Hanekes große Darstellerinnen, wie die erst im Sommer 2012 verstorbene Susanne Lothar, Juliette Binoche oder Isabelle Huppert kommen zu Wort; vor allem öffnet sich der als „schwierig“ geltende Künstler und legt sein Inneres offen. Mit Erstaunen erkennt man da nicht nur den großen Theoretiker und Praktiker Haneke, sondern auch einen warmherzigen, heiteren und vor allem in sich ruhenden Mann, der es geschafft hat, seine persönliche Vision zu leben und voranzutreiben. Wie seine Filme schlüssige und präzise Kommentare zum Zustand der Welt sind, so sorgfältig und punktgenau sind auch Hanekes Überlegungen, die er vor und hinter der Kamera äußert.



Wenn sich Regisseur Yves Montmayeur ausgehend von "Amour", dem größten Erfolg des kosmopolitischen Österreichers, in der Geschichte zurückbewegt, wird deutlich, welch weiten und oftmals steinigen Weg Michael Haneke zurückgelegt hat, um der Welt und dem Kino dieser Welt seinen persönlichen Stempel aufzudrücken. "Michael Haneke – Porträt eines Filmhandwerkers" ist eine Koproduktion von WILDart FILM, Crescendo Films, Les Films du Losange, entstanden mit Unterstützung von Fernsehfonds Austria, MEDIA, Centre national du cinéma et de l'image animée und Filmfonds Wien.

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