Eine Delegation des Roten Kreuzes Ukraine kam diese Woche zu Besuch nach Österreich – auf den Heimweg ging es mit besonderem „Gepäck“: Mehrere Rettungsfahrzeuge und ein LKW sowie Pflegebetten, Matratzen, Gehhilfen und Rollstühle stellte das Rote Kreuz Niederösterreich zur Verfügung, um die Schwesternorganisation aus dem Oblast Czernowitz zu unterstützen.
2019 besuchte das Rote Kreuz Niederösterreich ein Pflegeheim in Czernowitz. Die Region war bereits vor dem Krieg von Armut und Abwanderung geprägt. Den Menschen dort fehlt es an allem – die Zustände im Land sind katastrophal. Deshalb macht sich nun eine weitere Lieferung auf den Weg. Dieses Mal konnte das Rote Kreuz Niederösterreich gleich fünf Rettungsfahrzeuge sowie einen Lkw zur Verfügung stellen – in der Ukraine werden diese Fahrzeuge mehr als dringend gebraucht. Aber auch Pflegebetten, Matratzen, Gehhilfen und Rollstühle konnten zur Verfügung gestellt werden.
„Außerdem haben alle unsere Bezirksstellen einen Beitrag von € 2.000 zur Verfügung gestellt – das sind insgesamt bei 51 Bezirksstellen immerhin € 104.000. Mit diesem Geld soll nun die Sanierung des Pflegeheims organisiert und vor allem ein dringend notwendiger Bettenlift eingebaut werden", sagt Präsident Josef Schmoll.
Durch den Krieg wurde die Situation noch weit fordernder. Die Rotkreuz-Mitarbeiter in der Ukraine sind seit Beginn gefordert und helfen jenen Menschen, die aus den direkten Kriegsgebieten in ihre Region flüchten. Sie geben Decken aus, helfen mit Gewand und Nahrungsmitteln, sind immer zur Stelle, wenn Hilfe gebraucht wird.
Entgegengenommen wurden die Spenden durch das Team des Roten Kreuzes Czernowitz, das diese Woche zu Besuch in Niederösterreich war und unter anderem die Rotkreuz-Zentrale in Tulln, die Blutspendezentrale in Wien sowie eine Bezirks- und eine Ortsstelle besuchten, um die Tätigkeiten und Strukturen des Österreichischen Roten Kreuzes kennenzulernen.