Das chaotische zweite Freie Training am Freitag endete mit einer faustdicken Überraschung. Denn Mercedes gab auf dem Circuit Gilles Villeneuve das Tempo vor. Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton war mit 1:13,718 der Schnellste, setzte sich hauchdünn vor seinem Teamkollegen George Russell (+0,027) durch.
Die letzte Phase des Trainings wurde von teils heftigen Regenfällen überschattet. So klassierte sie der WM-Führende Max Verstappen nur auf dem sechsten Platz (+0,274). Wegen technischer Probleme bei den Überwachungskameras auf den Strecken wurde das erste Freie Training abgebrochen, die zweite Session dann um eine halbe Stunde verlängert.
Nach dieser Sitzung haben dann zwei Fahrer Strafen ausgefasst. Lokalmatador Lance Stroll und Alpha-Tauri-Pilot Yuki Tsunoda wurden von den Stewards zu Geldstrafen verurteilt, beide waren in der Boxengasse zu schnell unterwegs. Beim Japaner war es allerdings nur hauchdünn. Tsunoda überschritt das Speedlimit in der Boxengasse von 80 km/h um gerade einmal 0,4 km/h. Dafür musste der Japaner eine Geldstrafe von 100 Euro bezahlen.
Deutlich schneller unterwegs war Lokalmatador Stroll. Der kanadische Aston-Martin-Pilot wurde mit 97,8 km/h geblitzt. Das kostete den Milliardärssohn immerhin 1.000 Euro.
Allerdings sind beide Fahrer ohne einen Strafpunkt auf ihrer Superlizenz davongekommen. Wenn ein Pilot zwölf dieser Schlechtpunkte innerhalb von zwölf Monaten gesammelt hat, muss der Fahrer ein Rennen aussetzen. Beide halten bei fünf Schlechtpunkten.