2 Häftlinge konnten aus Gefängnis Garsten fliehen

Zwei Schwerkriminelle (29, 35) seilten sich aus der Justizanstalt Garsten ab. Jetzt erst sickerte durch wie gut geplant der Ausbruch war.

Die Justiz hält sich sehr bedeckt, aber es ist offensichtlich Feuer am Dach. Denn zwei Männer konnten aus der Justizanstalt Garsten (Bezirk Steyr-Land, OÖ) fliehen. Polizei und Justiz fahndeten gestern auf Hochdruck nach den beiden Häftlingen. Bei den Flüchtigen handelt es sich um zwei Tschetschenen (29, 35) – beide Männer haben noch mehrjährige Haftstrafen offen, dürften aber längst über alle Berge sein.

Eingeseift durch Mini-Loch

Die beiden Tschetschenen dürften die Flucht sauber geplant haben, hatten ein rund 20 mal 30 Zentimeter großes Loch in die Holz- und Betondecke ihrer Zelle im dritten Stock gefräst (Anm.: vermutlich mit einem selbstgebastelten Handfräser). In der Nacht auf Freitag zwängten sie sich eingeseift durch die Löcher, gelangten auf den Dachboden, dort banden sie eine Wäscheleine an und seilten sich ab. Möglicherweise hatten die beiden Tschetschenen einen Fluchthelfer. Die Flucht des Duos wurde erst am Freitag gegen 7 Uhr bemerkt.

Im Raum Steyr/Enns waren zahlreiche Beamte unterwegs, fahndeten nach den zwei Kriminellen. Auch ein Hubschrauber kreiste über die Bezirke Steyr und teils auch Amstetten. Die Justizanstalt Garsten gilt als sehr sichere Justizanstalt, mit der Betonung auf gilt. Experten werden jetzt die Umstände und Hintergründe des Ausbruches untersuchen.

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