Einen möglichen Gefängnisausbruch hat ein Justizwachebeamter in der Innsbrucker Justizanstalt verhindert. Sie belauschten in der Nacht auf Dienstag zwei Insassen, die über Ausbruchspläne sprachen.
Die Häftlinge im Alter von 50 und 27 Jahren hatten geplant, zu einem günstigen Zeitpunkt zu flüchten und als Druckmittel möglicherweise auch Geiseln zu nehmen. Zum Glück hatte ein Gefängnismitarbeiter Ohren wie ein Luchs und schlug Alarm.
Lob für Beamten
"Durch das aufmerksame Verhalten des Justizwachbeamten und dem sofortigen Reagieren der Justizwache konnte das Vorhaben verhindert werden", war General Josef Schmoll vom Justizministerium voll des Lobes.
Beim älteren Häftling handelt es sich um einen 50-Jährigen, der wegen des Verdachts des schweren Raubes in Untersuchungshaft sitzt. Sein "Knastbruder" befindet sich wegen Eigentumsdelikten in Haft, er wäre in neun Jahren freigelassen worden. Nun könnte er noch länger sitzen, auf beide Männer wartet wohl eine Anklage.
Häfnbrüder nun getrennt
Die beiden Häftlinge wurden nun getrennt, der 27-Jährige in eine Hochsicherheitsanstalt verlegt. Der Mann in U-Haft wurde in einen speziellen Haftraum umquartiert, ein Ausbruch ist in weite Ferne gerückt.