Das Brauen von Bier hat in Melk eine lange Tradition. Diese wurde Anfang der 1900-Jahre mit dem Verkauf an die Wieselburger Brauerei eingestellt und seitdem verschwand auch das Melker Bier, welches anfangs noch in Wieselburg weiterproduziert wurde, von der Bildfläche. Jetzt, rund ein Jahrhundert später, gibt es wieder Bier aus der Bezirkshauptstadt.
Georg Schwameis aus Schrattenbruck verwandelte nach knapp zwei Jahren Umbauzeit den alten Saustall in eine Brauerei mit dem klingenden Namen „Braustall – Hofbrauerei Schrattenbruck“. Dabei hat der Schrattenbruckner eine moderne Brauanlage sowie Kühlgeräte eingebaut. Diese werden unter anderem durch eine PV-Anlage mit Strom versorgt. Im Februar dieses Jahres ging es mit der Produktion der ersten Biersorten los.
Zu Ostern wurden dann die ersten Chargen Bier verkauft. Produziert wird neben dem klassischen Hofbier auch Weizenbier, Pale Ale sowie Stout und Anfang des Sommers wird es auch wieder, in Kooperation mit dem Stadtmarketing Melk, ein Melker Lagerbier geben. Die Braugerste stammt aus eigener Produktion, einzig die weiteren Zutaten wie etwa Hefe und Hopfen muss Schwameis ankaufen.
Aktuell ist er an der Gestaltung eines Verkaufsraumes sowie einer Verkostungsstube. „Es hat gedauert, dass die damalige Bierstadt Melk wieder eine eigene Brauerei hat. Doch die Warterei hat sich auf jeden Fall gelohnt. Wenn man bedenkt, dass die ersten Biere des Braustalls schon kurz nach Ostern wieder ausverkauft waren, merkt man die sehr gute Resonanz in der Bevölkerung. Ich freue mich auch bereits, wenn wir dann in ein paar Monaten das Melker Lagerbier mit dem Stadtmarketing und Georg Schwameis der Öffentlichkeit präsentieren können“, sagt Bürgermeister Patrick Strobl.