Das Unwetter am Sonntagnachmittag im südlichen Niederösterreich hat auch zwei Verletzte gefordert. Auf dem Flugplatz Wiener Neustadt kippte nach Angaben der Polizeidirektion wegen des starken Sturms ein Hangartor aus der Führung.
Schwere Gewitter gingen auch in anderen Bundesländern nieder.
Zwei Männer (57 und 65, beide aus Wien) kamen unter dem Tor zu liegen. Sie mussten ins Landesklinikum Wiener Neustadt eingeliefert werden.
Die beiden Mitglieder eines Flugvereines hatten der Polizei zufolge versucht, das fünf Mal fünf Meter große Eisentor in dem aufkommenden Orkan zu schließen. Sie wurden von anderen anwesenden Personen befreit.
Die Polizeidirektion Wiener Neustadt berichtete Montagfrüh außerdem von einer durch den Sturm geknickten Plakatwand, die in der Folge gegen vier Fahrzeuge geschleudert wurde. Die Höhe des entstandenen Sachschadens war vorerst nicht bekannt.
Gewitter auch in anderen Bundeslänern
Teils starke Regengüsse am Sonntag und in der Nacht auf Montag haben in Vorarlberg mehrere Feuerwehreinsätze ausgelöst. In sechs Fällen mussten die Einsatzkräfte ausrücken, um mit Wasser vollgelaufene Keller auszupumpen. Betroffen waren vor allem der Bregenzerwald und das Rheintal. Am Rhein wurde die Hochwasser-Vorwarnstufe erreicht, noch liege man aber rund eineinhalb Meter unter der Warnstufe. Bis Mitternacht kamen zwischen 40 und 70 Millimeter Niederschlag zusammen. Im Laufe des Montag ist jedoch Wetterbesserung vorhergesagt. Die Regenfälle sollten bis Mittag abnehmen, anschließend gebe es immer wieder Regenpausen.
Ein Gewitter mit starken Regenfällen hat am Sonntagabend im Zentralraum Salzburgs eine Reihe von Feuerwehreinsätzen verursacht. In der Stadt Salzburg, im Flachgau und im Tennengau rückten insgesamt 274 Helfer zu 47 Einsätzen aus. Zumeist mussten überflutete Keller, Garagen oder Unterführungen ausgepumpt werden.
. Im Raum Innsbruck hatte es die ganze Nacht über stark geregnet, weshalb der Boden möglicherweise aufgeweicht war. Es bestehe die Gefahr, dass noch mehr Erdmaterial nachkommen könne, so die Beamten der Polizei. Auch die Brennerbahn ist in diesem Bereich nur eingleisig befahrbar. Dadurch kommt es zu Verspätungen zwischen fünf und zwanzig Minuten.