Zwei Maturanten druckten gefälschte Ausweise

Die beiden Maturanten verkauften laut Polizei an mehr als 300 Jugendliche gefälschte Schülerausweise.
Die beiden Maturanten verkauften laut Polizei an mehr als 300 Jugendliche gefälschte Schülerausweise.Bild: Bildungsministerium
Zwei Maturanten zogen laut Polizei neben der Schule ein großes Geschäft auf, verkauften an mehr als 300 Jugendliche gefälschte Schülerausweise.
Sie gingen noch zur Schule, machten aber bereits das große Geschäft. Einziger Haken: Das Ganze war nicht legal.

Denn wie die Polizei berichtet, versorgten zwei Maturanten (17, 18) aus dem OÖ-Zentralraum Jugendliche mit gefälschten Schülerausweisen. Insgesamt konnten 304 Abnehmer ausgeforscht werden.

Die Abnehmer, die 30 bis 40 Euro pro Ausweis bezahlten, wollten sich älter machen, um zum Beispiel an Alkohol und Zigaretten zu gelangen oder Eintritt in Lokale zu erhalten.

CommentCreated with Sketch.4 Zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Die Maturanten benötigten für ihr "Geschäftsmodell" lediglich einen Scheckkartendrucker. Der Erlös betrug mehr als 9.000 Euro.

Ennser Polizisten deckten alles auf



Aufgedeckt hatten das illegale Treiben nun Polizisten aus Enns (Bez. Linz-Land). Sie entlarvten bei einer Kontrolle einen Ausweis als Fälschung und begannen mit weiteren intensiven Ermittlungen.

Die Spur führte die Beamten rasch zu den beiden Beschuldigten. Während sich diese auf Maturareise befanden, führte die Polizei Hausdurchsuchungen durch. Dabei fanden die Ermittler Scheckkartendrucker, Blankoscheckkarten, Fehldrucke sowie mehrere Tausend Euro Bargeld.

Die mutmaßlichen Fälscher werden wegen dem Vergehen, Annahme, Weitergabe oder Besitz falscher oder verfälschter besonders geschützter Urkunden angezeigt. Sie zeigen sich zum Teil geständig.



(mip)

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