Ungebremst krachte ein Pritschenwagen in einen 40-Tonner und fing Feuer, die beiden Insassen hatten keine Chance. Die Polizei stellte Sichtschutzwände gegen Gaffer auf.
Ein Horrorszenario ereignete sich am Donnerstagabend (07.12.2017) auf der A6 zwischen den Anschlussstellen Nabburg (Lkr. Schwandorf) und Oberpfälzer Wald in Bayern (Deutschland). Ein mit zwei Personen besetzter Pritschenwagen war in in Fahrtrichtung Prag (Tschechien) unterwegs. Aus noch völlig ungeklärter Ursache übersah der Fahrer dann jedoch einen auf der rechten Spur vor ihm befindlichen 40-Tonner.
Anscheinend ungebremst krachte der Transporter in das Heck des Sattelaufliegers und fing unmittelbar Feuer. Zahlreiche Ersthelfer hielten an und eilten den Verunfallten mit Feuerlöschern zur Hilfe. Doch trotz des couragierten Eingreifens konnten sie nicht verhindern, dass die Insassen in dem Fahrzeug verbrannten. "Von der mutmaßlichen Aufprallgeschwindigkeit und der Verformung her besteht eine große Wahrscheinlichkeit, dass beide Insassen sofort getötet wurden", hofft Friedrich Böhm von der Polizei.
Die Feuerwehr, die mit 120 Kameraden anrückte, war schnell zur Stelle und begann umgehend mit einem Löschangriff. Die Flammen hatten zwischenzeitlich auf den Lkw-Hänger, der Eisenteile geladen hatte, übergegriffen. Dennoch gelang es ihnen schnell den Brand unter Kontrolle zu bekommen.
Im Auftrag der Staatsanwaltschaft wurde ein Gutachter damit beauftragt, den Unfallhergang zu ermitteln. Fest steht bereits, dass der Laster mit rund 85 Stundenkilometern unterwegs war und der Transporterfahrer anscheinend ungebremst aufgefahren war.
Nach der umfangreichen Spurensicherung hatte die Feuerwehr die traurige Aufgabe, die sterblichen Überreste zu bergen. "Die Einsätze werden mit der aktiven Feuerwehrmannschaft danach noch einmal durchgesprochen. Sollten hier massive Beeinträchtigungen wegen der Psyche bestehen, gibt es die Möglichkeiten auch mit einem Notfallseelsorger oder Psychiater zu sprechen", führt Feuerwehrsprecher Hans-Jürgen Schlosser aus. auch VPI-Leiter Böhm merkt an, dass solch ein Einsatz nicht spurlos an den Kräften vorbeigehe.
Gaffer: Polizei stellte Schutzwände auf
Um die Unfallstelle vor neugierigen Blicken abzuschirmen, stellten die Kräfte Sichtschutzwände zur Mittelleitplanke auf. Die A6 war bis tief in die Nacht voll gesperrt. Bevor sie wieder freigegeben werden konnte, mussten Streufahrzeuge anrücken, um das gefrorene Löschwasser wegtauen zu lassen.
(Red)