Die niederösterreichische Landes-Zielsteuerungskommission im Juni hat die Umsetzung der siebten und achten Primärversorgungseinheit (PVE) in Niederösterreich beschlossen. Die Pläne sind wie berichtet schon eine Weile bekannt, nun folgte der formale Beschluss. In Melk und im Tullnerfeld sind die Teams der zukünftigen Gesundheitszentren intensiv mit Vorbereitungsarbeiten beschäftigt. Betriebsstart ist für kommendes Jahr geplant.
„Unser Ziel ist eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung der Bevölkerung. Als wertvolle Ergänzung zur bestehenden hausärztlichen Versorgung gewinnen Gesundheitszentren und Gesundheitsnetzwerke zunehmend an Bedeutung. Zu den bestehenden fünf Gesundheitszentren und dem Gesundheitsnetzwerk im Melker Alpenvorland kommen mit 2023 Gesundheitszentren im Tullnerfeld und in der Stadt Melk hinzu“, so Landesrat Martin Eichtinger.
„Die Primärversorgungszentren und -netzwerke bieten Patientinnen und Patienten wie der Ärzteschaft viele Vorteile“, sagt Norbert Fidler, Vorsitzender des Landesstellenausschusses der Österreichischen Gesundheitskasse in Niederösterreich. „Neben einer umfassenden medizinischen Betreuung und langen Ordinationszeiten ohne Urlaubssperre bieten sie kranken Menschen eine Lotsenfunktion durch das Gesundheitssystem an. Medizinerinnen und Mediziner können im multiprofessionellen Team zusammenarbeiten und sichern sich so eine gute Work-Life-Balance.“