17 Jahre Haft für 2-fachen Mordversuch an Polizisten

Der Angeklagte
Der Angeklagteprivat
Weil er sich bei einem göttlichen Ritual gestört gefühlt hatte, stach ein 45-Jähriger fünf Mal auf zwei Exekutivbeamte ein.

Dritter und finaler Tag im Mordprozess gegen einen 45-jährigen Arbeitslosen heute am Landesgericht Krems: Der Angeklagte musste sich wegen zweifachen Mordversuches an Exekutivbeamten verantworten. 

Ritual gestört

Rückblick: Der gebürtige Oberösterreicher war erst vor gut einem Jahr in den Bezirk Gmünd gezogen, vollzog zwei Tage vor Weihnachten lautstark ein Ritual zur Wintersonnenwende. Kurz nach 5 Uhr riefen die genervten Nachbarn die Polizei, gegen 5.30 Uhr klopften zwei Beamte an der Wohnungstüre des 45-Jährigen.

Der 45-Jährige war über den "Besuch" der Beamten überhaupt nicht erfreut und schlug laut Anklage sofort mit der Faust zu. Ein Beamter erlitt einen Nasenbeinbruch. Dann forderte der 45-Jährige das Duo auf, die Waffen abzulegen, um eine Gleichheit an Kräften herzustellen.

Fünf Stiche für zwei Beamte

Da das uniformierte Duo dem Wunsch nicht nachgekommen war, zückte der Angeklagte ein Kampfmesser und stach in Summe fünf Mal zu. Ein Polizist mit vier Stichen überlebte dank Notoperation, sein Kollege musste mit einem Wadenstich ebenfalls ins Krankenhaus.

Bereits zu Prozessbeginn Anfang der Woche hatte der Angeklagte die Messerattacke zugegeben, aber eine Tötungsabsicht bestritten. Die Verteidigung verwies auf die wahnhafte Störung und den Cannabiskonsum des Angeklagten. Doch der Gutachter meinte: "Trotz Wahnhaftigkeit war der Mann zurechnungsfähig."

Haft und Einweisung

Die Geschworenen entschieden schließlich: Es war Mordversuch. Das Urteil: 17 Jahre Haft und Einweisung (nicht rechtskräftig).

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MordversuchProzessKrems an der Donau

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