Niederösterreich

Zwei Schwerverletzte auf der A2 – Rettungsgasse versagt

Ein Unfall auf der A2 bei Edlitz forderte zwei Schwerverletzte und eine Totalsperre. Die Einsatzkräfte mussten sich den Weg durch den Stau schlichten.
03.03.2022, 11:36

Am späten Mittwochnachmittag krachte auf der A2 in Richtung Wien zwischen Edlitz und Grimmenstein (Bezirk Neunkirchen) ein mit drei Personen besetzter Wagen ungebremst und frontal in einen Absicherungsanhänger einer Baufirma. In Folge wurde das Auto gegen einen Sattelzug geschleudert. Dessen Lenker verriss und fuhr in den Straßengraben.

"Wie ein Schlachtfeld"

Bereits die Zufahrt der Einsatzkräfte zum Einsatzort war für die Rettungskräfte eine Herausforderung. Eine Rettungsgasse war so gut wie nicht vorhanden. Teilweise mussten die Feuerwehrmänner zu Fuß die im Stau stehenden Fahrzeuge „schlichten“, um durchzukommen. Als die ersten Kräfte an der Unfallstelle eintrafen, glich die Unfallstelle laut Feuerwehr "einem Schlachtfeld".

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Zwei Insassen des Autos befanden sich teilweise schwer verletzt noch im Fahrzeuginneren. Der Fahrzeuglenker sowie der Lenker des Sattelzuges waren bereits aus den Fahrzeugen gestiegen und augenscheinlich leicht bzw. unverletzt. Seitens der Rettungskräfte wurden drei Rettungsautos, zwei Notarzteinsatzfahrzeuge, der Bezirkseinsatzleiter sowie nachträglich ein Notarzthubschrauber zur Unfallstelle entsandt. Insgesamt drei Insassen wurden nach der Erstversorgung ins Landesklinikum Wiener Neustadt gebracht bzw. geflogen.

Nächtliche Sperre

Nach der polizeilichen Freigabe wurden die umfangreichen Bergungsarbeiten sowie die Fahrbahnreinigung von der FF Edlitz und Asfinag durchgeführt. Erst nach rund zwei Stunden konnten zwei Fahrspuren geöffnet werden, um den kilometerlangen Stau abfließen zu lassen. Die Bergung des Sattelzuges wurde auf 22 Uhr verlegt, um eine erneute Sperre der A2 nicht zur Stoßzeit machen zu müssen. Um 22 Uhr wurden alle Auffahrten zur A2 Richtung Wien zwischen Pinggau (Steiermark) und Grimmenstein gesperrt.

Nachdem sicher war, dass sich auf der Strecke keine Fahrzeuge mehr befanden, wurde von der FF Edlitz gemeinsam mit einer Bergefachfirma der verunfallte Sattelzug geborgen. Die nächtliche Sperre konnte nach rund einer Stunde wieder aufgehoben werden.