Zwei weitere Bergsteiger kommen im Todesstau um

Mehrere Personen sind in dieser Hauptklettersaison am Mount Everest bereits ums Leben gekommen. Wegen günstigen Wetters staute es sich am Gipfel.
Auf dem Mount Everest sind erneut zwei Bergsteiger ums Leben gekommen. Ein Brite und ein Ire seien auf dem höchsten Berg der Welt gestorben, teilten die Organisatoren ihrer Touren am Samstag mit. Erst am Freitag waren ein Österreicher und zwei Inder gestorben. Damit verloren in dieser Woche bereits neun Menschen auf dem Everest ihr Leben. Vergangenes Jahr hatte es während der gesamten Klettersaison fünf Todesopfer gegeben.

Beobachter sagten, manche der Todesfälle könnten damit zusammenhängen, dass zu viele Bergsteiger auf einmal versuchten, den Mount Everest zu erklimmen. Dadurch kam es demnach zu langen Wartezeiten auf gesundheitlich gefährlicher Höhe.

Hochsaison von Ende April bis Ende Mai

Die Hochsaison bei der Besteigung des Mount Everest dauert von Ende April bis Ende Mai. In dieser Zeit sind die Wetterbedingungen auf dem höchsten Berg der Erde weniger lebensfeindlich. Weil immer mehr Bergsteiger das "Dach der Welt" besteigen wollen und Nepal sehr viele Genehmigungen dafür erteilt, kommt es in der so genannten Todeszone des Everest oberhalb von 8.000 Metern zu langen und lebensgefährlichen Staus.

Der Touren-Veranstalter Everest Parivar Expedition teilte mit, ein 44-jähriger britischer Bergsteiger habe am Samstagmorgen zwar den Gipfel des 8.848 Meter hohen Berges erreicht, sei dann aber nach nur 150 Metern beim Abstieg zusammengebrochen und gestorben.

CommentCreated with Sketch.12 zu den Kommentaren Arrow-RightCreated with Sketch. Steirer unter den Toten

Der Ire starb nach Angaben seines Tour-Veranstalters bereits am Freitag auf der tibetischen Seite des Berges. Der 56-Jährige war demnach auf dem Weg zum Gipfel umgekehrt, aber dann am North-Col-Pass auf 7.000 Metern Höhe in seinem Zelt gestorben.

Ähnlich erging es auch einem Steirer. Ernst L. (65) ist laut dem Expeditions-Organisator "Kobler & Partner" ebenfalls beim Abstieg auf rund 8.600 Metern ums Leben gekommen – "Heute.at" berichtete.

Für die Genehmigung zum Aufstieg zahlen ausländische Bergsteiger umgerechnet rund 9.000 Euro. Der Himalaya-Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle für Nepal.

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