Die zweite Schienenachse in Linz steht vorerst auf dem Abstellgleis. "Die Planungen sind gestoppt", so FP-Infrastrukturstadtrat Markus Hein. Auch Stadt-Chef Klaus Luger (SP) bestätigt das.
Der Grund dafür: Das Land Oberösterreich lässt die Verbindung der Mühlkreisbahn zum Linzer Hauptbahnhof untersuchen. Diese soll ja südlich der Donau unterirdisch verlaufen und deshalb mit rund 300 Millionen Euro nicht gerade billig sein.
Wenn es nun harsche Kritik des Rechnungshofes an diesem Streckenverlauf gibt, könnte das ganze Projekt in der geplanten Form gekippt werden. "Es ist fraglich, ob das Projekt so umgesetzt werden kann", sagte Hein im ORF.
„Es scheint durchaus so zu sein, dass das Land Oberösterreich, das sich jetzt ein sehr massives Sparprojekt verhängt hat, hier auf die Kosten schauen will", so Hein weiter. Im Extremfall befürchtet er nun einen Ausstieg des Landes.
Polit-Posse sorgt für Verzögerung
Auch Stadtchef Luger sieht diese Gefahr, er übt aber schon jetzt heftige Kritik daran. Er geht davon aus, dass die Vereinbarungen zwischen Stadt und Land halten werden.
Folge der Polit-Posse für die Bürger: Der Bau der zweiten Schienenachse, die ja für Entlastung und weniger Staus sorgen soll, wird sich weiter verzögern. Von bis zu einem Jahr ist die Rede.
(rep)