Das lange Gefecht der beiden Social Networks ist beendet. Die VZ-Gruppe hat sich mit Facebook, das den Deutschen Imitation vorgeworfen hat, finanziell geeinigt. Die Betreiber haben daraufhin die Forderungen in den USA und Deutschland zurückgezogen.
Die VZ-Gruppe ist im rechtlichen Kräftemessen mit Facebook mit einem blauen Auge davongekommen. Denn die Einigung musste sich das zum Verlagsriesen Holtzbrinck gehörende Social Network vermutlich teuer erkaufen. Details zum Deal wurden nicht bekannt gegeben. Schätzungen zufolge wanderten 85 Millionen Euro in Richtung Facebook.
Verblüffende Ähnlichkeiten
Man hatte der VZ-Gruppe vorgeworfen, ihre Netzwerke StudiVZ, MeinVZ und SchülerVZ auf einer Imitation des US-Vorbilds aufgebaut zu haben. Tatsächlich waren Ähnlichkeiten zu erkennen - nicht nur beim Erscheinungsbild, sondern auch im Quellcode. Die US-Amerikaner reagierten darauf mit zwei getrennten Klagen in den USA und in Deutschland.
Das Landesgericht Köln hatte vor Kurzem entschieden, dass Facebook zur Zeit der Einführung von StudiVZ in Deutschland noch nicht populär genug gewesen ist, um schützenswert zu sein.