Filmkritik

29. April 2019 20:23; Akt: 29.04.2019 20:41 Print

Not amused! "Royal Corgi" stinkt königlich ab

Ein Film der alles hat und gar nichts kann. Die Geschichte um den Lieblingshund der Queen, der aus dem Palast ausbricht und die Liebe findet ist ... fad.

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Liebe auf den ersten Schlecker. Die Queen ist begeistert, Prinz Philip wird zunehmend eifersüchtiger Queen Elizabeth tut nichts lieber, als ihren Corgis die kuscheligen Bäuche zu kraulen Die Palastbediensteten haben es nicht leicht. Den Hunden wird alles erlaubt, dementsprechend verhalten sich die verzogenen Vierbeiner auch Von Geburt an süß: Corgi Rex entzückt die Queen schon als Welpe und wird ihr liebster Schoßhund Frühstück für königliche Köter: Jeder der vier Corgis bekommt extra gekocht Für Rex, den Liebling der Queen nur das Beste: Er lebt als gehöre er selbst zur königlichen Familie und wird besser bedient als der Mann der Queen Wo die Queen geht, sind ihre Corgis nicht weit Selfie mit der Queen: Trump bricht das Protokoll und schnappt sich die Königin für ein Kuschel-Foto Donald und Melanie haben ihren eigenen Hund mitgebracht. Die verzogene Hunde-Göre Mitzy stammt aus Texas und lehrt den britischen Corgis das Fürchten. Ausgerechnet beim Staatsbesuch aus Amerika benimmt sich der ungeduldige Rex besonders daneben Chaos im Palast: Beim Staatsbesuch der Trumps bringen die Corgis Unruhe in die Bude Prinz Philip würde es gar nicht stören, wenn die Hunde weg wären Unsanfte Landung: Rex eliminiert den Truthahn, der für Melania und Donald Trump gedacht war Not amused: Die Queen entzieht Rex ihre Liebe als Trump beleidigt abreist. Flucht aus dem Buckingham Palast: Charlie zeigt Rex, wie man rauskommt, hat aber Hintergedanken Überall sucht die Queen nach Rex, schließlich glaubt sie, dass ein Fuchs ihn getötet hat Rex ist weg, die Queen todtraurig. Doch jetzt ist der Platz als Lieblingshund frei. Der verhätschelte Palast-Hund hat keine Ahnung, wie hart die Welt in London sein kann Vom pensionierten Filmhund bis zum drogenabhängigen Ex-Polizeihund wohnen im Tierheim nur Hunde, die keiner will. Im Tierheim nimmt ein Straßenköter Rex unter seine Fittiche Kaum ist Rex in der "wirklichen" Welt, verguckt er sich in Hundedame Wanda Rex flirtet Wanda an, doch die ist mit einem ehemaligen Kampfhund zusammen und weiß, dass das nicht gut ausgehen kann

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Rex, der verwöhnte und weltfremde Lieblingshund der Queen ist eine Plage fürs Personal und Prinz Philip ein Dorn im Auge. Als Präsident Trump und seine Melania im Buckingham Palast vorbeikommen, kommt es zum diplomatischen Zwischenfall. Auf der Flucht vor Mitzi, der aufdringlichen Hundedame aus Texas beißt Rex den US-Präsidenten in die Kronjuwelen.

Der Corgi beschließt, vor dem Zorn der Königin zu fliehen. Erst als er im St. James Park fast ertrinkt, bemerkt er, dass er einer Palast-Intrige auf den Leim gegangen ist.

Vom verwöhnten Snob zum Tierheim-Underdog
Rex landet im Tierheim und verliebt sich dort. Doch seine Liebste ist an einen ehemaligen Kampfhund vergeben. Der ehemalige Favorit der Queen muss schnell erwachsen werden, um in sein güldenes Hundekörbchen zurückzufinden, seine räudigen Freunde zu retten und die Feinde im Palast zu besiegen.

Trailer

Hier geht der Spaß vor die Hunde
"Royal Corgi" hat alle Zutaten, die eine entzückende Geschichte mit Witz für jung und alt bräuchte. Auch der Trailer ließ auf witzige Szenen hoffen. Das Ergebnis enttäuscht auf ganzer Linie. Der Film ist nicht nur fad und vorhersehbar, sondern vermittelt auch bedenkliche Vorurteile, die man seinen Kindern besser nicht beibringen sollte.

Hundemord-Anleitung und Klischees als Gags
Ein geretteter Kampfhund, der auf ewig ein aggressiver Brutalo bleibt ist nur eines der Klischees, die den Film so flach machen. Trixi, Trumps Hündin aus Texas ist natürlich dumm, schönheitsoperiert und notgeil. Prinz Philip liest ein Buch, wie man am besten Hunde tötet, und die animierte Queen hat nichts mit der echten zu tun.

Der Held ist ein Ungustl
Auch "Held" Rex ist alles andere als ein sympathischer Zeitgenosse. Am Anfang behandelt er die Bediensteten wie Dreck und pinkelt ihnen sogar ans Bein -– und macht, zumindest was das betrifft, bis zum Schluss keine Wandlung zum Besseren durch. Dass inzwischen auch Kinderfilme starke Frauen oder vielschichtige Charaktere zeigen dürfen und sollen, hat "Royal Corgi" komplett verschlafen.

Zum Gähnen – auch für Kinder
Nur weil Erwachsene einen Film fad finden, heißt das natürlich nicht, dass Kinder nicht voll darauf abfahren. Bei "Royal Corgi" berichten jedoch zwei Reviewer auf der "International Movie Database", dass ihre Kinder (beide vier) sogar lieber schlafen gehen wollten als sich diesen Film fertig anzuschauen.

Schade, die Filmemacher haben sich hier eine tolle Möglichkeit entgehen lassen und trotz Royals, Hunden und einer Lovestory den Film royal in den Sand gesetzt.

Royal Corgi – Der Liebling der Queen läuft ab 1. Mai in Österreichs Kinos.

Fazit:

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • ScFi Fanboy am 30.04.2019 05:58 Report Diesen Beitrag melden

    Corgi

    Wenn ein Kinderfilm nicht immer vor Moralinsäure trieft, wird er gleich von der Kritik vernichtet. Also kann er nicht sooo schlecht sein. Grund genung ihn anzuschauen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • ScFi Fanboy am 30.04.2019 05:58 Report Diesen Beitrag melden

    Corgi

    Wenn ein Kinderfilm nicht immer vor Moralinsäure trieft, wird er gleich von der Kritik vernichtet. Also kann er nicht sooo schlecht sein. Grund genung ihn anzuschauen.