Club Escape

08. November 2018 12:25; Akt: 08.11.2018 12:45 Print

Finnische Rechts-Metal-Band tritt in Wien auf

Am Samstag soll die finnische Metalband Horna in einem Wiener Club auftreten. Unter Beobachtern der rechten Szene wird diese als extrem rechts eingestuft.

Die finnische Metal-Band gibt am Samstag ein Konzert in Wien.  (Bild: Google Street View, heute.at, Montage)

Die finnische Metal-Band gibt am Samstag ein Konzert in Wien. (Bild: Google Street View, heute.at, Montage)

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Die finnische Black-Metal-Band Horna soll am Samstagabend im Wiener Club Escape auftreten. Wie die "Wiener Zeitung" berichtet, wird die Band von Beobachtern der rechtsextremen Szene in Wien problematisch eingestuft.

Vor etwa einem Jahr sollen auf den Flyern der Band sogar Hakenkreuze abgebildet gewesen sein. Andreas Peham beschäftigt sich seit Jahrzehnten mit den extremen Rechten und arbeitet für das Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstands (DÖW). Gegenüber der "Wiener Zeitung" stellte er klar, dass "eine Affinität zum Rechtsextremismus bei der Band Horna auf jeden Fall erkennbar ist".

Demnach liegt der Zeitung ein mehrseitiges Dossier des DÖW vor, dass hinter die Kulissen von Horna blicken lässt. 2001 hatte sich Mastermind und Horna-Gitarrist Ville P. in einem Interview zum nationalsozialistischen Gedankengut bekannt. Nachdem die Band immer berühmter wurde, versuchte er ein in weiterer Folge, ein unpolitisches Image aufzubauen und zu pflegen.

In der Vergangenheit wurden Konzerte wegen der rechtsextremen Gesinnung des Öfteren von Veranstaltern abgesagt. Viele Gigs wurden dennoch gespielt - offenbar tat man die faschistischen Bekenntnisse als "Jugendsünden" ab.

Der Artikel deckt zudem auf, dass über das Plattenlabel von Ville P. bis vor wenigen Jahren Tonträger neonazistischer Bands promotet wurden.

Zusätzlichen soll der Gitarrist bei Bands wie "Aryan Art", "Aryan Blood" oder "Endlösung " am Instrument ausgeholfen haben. Auch andere Horna-Bandmitglieder stehen neonazistischen Bands nahe. Ein Freund des Horna-Sängers Tuomas R., der übrigens bei der bekanntesten neonazistischen Black-Metal-Band Frankreichs spielt, gratulierte beispielsweise Adolf Hitler zum Geburtstag. Ein weiterer Gitarrist, Mynni L. zeigte sich mit T-Shirts von Neonazi-Bands auf Facebook mit der Beschreibung: "Fuck Antifa".

Offensichtlich sind die Bandmitglieder von Horna sehr gut mit der rechtsextremen Szene vernetzt. Zudem wäre es nicht das erste Mal, dass die Finnen im Wiener Escape auftreten.

Für Andreas Peham vom DÖW steht fest, dass der Club Escape immer wieder Bands auftreten lässt, die problematische Positionen vertreten: "Wir werden uns dafür einsetzen, dass dem Club jegliche Unterstützung durch die Stadt Wien entzogen wird. Solch eine Einladungspolitik ist untragbar." Eine "heute.at"-Anfrage an den Club-Inhaber blieb bis jetzt unbeantwortet.



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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • H.Langer am 08.11.2018 13:03 Report Diesen Beitrag melden

    Aufmerksamkeit

    Und wenn ihr darüber nicht berichtet hättet, wüßte das außer ein paar Verrückten niemand und die Band wäre niemanden auch nur im Ansatz bekannt.

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  • Thomas am 08.11.2018 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück

    bin ich kein Rechter und geh trotzdem hin.

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  • Tesla1 am 08.11.2018 13:09 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    warum

    Linke Bands (toten Hosen usw) dürfen überall auftreten? Wo ist die Logik?

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Michael am 11.11.2018 05:11 Report Diesen Beitrag melden

    Konzert

    War auch dort und bin nicht rechts, höre auch Die Toten Hosen und Die Ärzte. Zur Info : Es gab keinen einzigen Hitlergruss oder Skinhead. Nur typische Metalheads. Was in Österreich für eine Phobie herrscht ist unbeschreiblich. Hauptsache der (radikale) Islam darf sich hier verbreiten!!

  • Censorship am 09.11.2018 12:29 Report Diesen Beitrag melden

    Bigotte Welt

    Aber als die "Toten Hosen" ein halbe Grätzl, die halbe Nacht wach hielten, mit ihrer links radikalen Musik und das OHNE Genehmigung, schritt die Polizei erst gar nicht ein... Gruppen wie "Horna" sind eine Seite der Medaille, auf der anderen Seite sind Gruppen wie die "Toten Hosen"...

  • CulturaNonGrata am 08.11.2018 16:00 Report Diesen Beitrag melden

    Rechtsextremst

    Das mit Abstand rechtsextremste Problem heute, ist die Ideologie und Weltanschauung des Islams und dessen Armee. Aber da wird fröhlich weg gesehen.

  • Statistiker am 08.11.2018 14:19 Report Diesen Beitrag melden

    Rechtsextrem

    Ja rechtsextrem und das Band Logo sieht auch sehr satanistisch aus, es passt gut zusammen. Aber der Grossteil der Leute hat für diese kranke Musik ja gottseidank nichts über.

    • Sender am 08.11.2018 15:33 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Statistiker

      Wäre die Musik mit einem neutralen Plattencover anders oder weckt dieses bloß eine bestimmte Erwartung, ohne jemals einen Ton gehört zu haben?

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  • Thomas am 08.11.2018 13:12 Report Diesen Beitrag melden

    Zum Glück

    bin ich kein Rechter und geh trotzdem hin.

    • Paul Paulsen am 08.11.2018 14:50 Report Diesen Beitrag melden

      @Thomas

      Ich bin kein Rechter, aber ..... Sorry, aber sehr glaubwürdig wirkt dein Posting nicht.

    • Hannes Klippl am 08.11.2018 21:32 Report Diesen Beitrag melden

      Warum?

      Warum soll es nicht glaubwürdig wirken?

    • Paul Paulsen am 09.11.2018 10:59 Report Diesen Beitrag melden

      @Hannes Kippl

      Weil es unglaubwürdig ist, wenn man ein Konzert einer rechtextremen Band besucht (wo ja Rechtsextreme auch als Publikum auftauchen und wo auch textlich sehr viel rechtsextreme Aussagen vorkommen) und angeblich nichts mit rechtsextremen Gedankengut am Hut hat.

    • Censorship am 09.11.2018 13:35 Report Diesen Beitrag melden

      @Paul Paulsen

      Sie haben doch keine Ahnung, was für Liedtexte die Mehrheit der Menschen hört.. Kaum wer macht sich die Mühe englische Liedertexte zu übersetzen. Da singt man dann fröhlich mit, wenn es z.B. um häusliche Gewalt gegen Frauen geht (My name is Luca)... Wenn Thomas die Musik mag und einen Dreck auf den Text gibt...

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