Am Samstag wurde ein Dekret veröffentlicht, durch das mit einem Schlag 3.974 türkische Beamte entlassen wurden. Darunter befinden sich mehr als tausend Mitarbeiter des Justizministeriums und mehr als tausend Armeemitglieder.
Alle Betroffenen wurden auch namentlich erwähnt. Die türkische Regierung geht damit weiter schonungslos gegen mutmaßliche Gülen-Anhänger vor, die von ihr für den Putschversuch im Juli 2016 verantwortlich gemacht werden.
Seit dem Putschversuch sind bereits 120.000 Menschen zumindest zeitweise suspendiert worden. Am Mittwoch waren mehr als tausend Verdächtige festgenommen worden, die Polizei hatte mehr als 9.100 Beamte suspendiert.
Folge des Referendums: Erdogan wird wieder AKP-Mitglied
Erdogan kündigte am Samstag an, dass er wieder Mitglied der von ihm mitbegründeten islamisch-konservativen Regierungspartei AKP werden will.
Das ist Folge der Verfassungsänderung, der die Mehrheit der Türken beim Referendum zugestimmt hatte. Denn bisher durfte ein Präsident keiner Partei angehören. Am 21. Mai will sich Erdogan dann im Zuge eines Sonderparteitags zum AKP-Vorsitzenden wählen lassen. (aj)