Frankreich

22. März 2019 13:26; Akt: 22.03.2019 15:21 Print

Armee darf bei Demos auf Gelbwesten schießen

Am Samstag werden die Gelbwesten wieder in Frankreich demonstrieren. Soldaten sollen für Ruhe sorgen und notfalls auch schießen.

Die Champs Elysees brannten vergangenen Samstag. (Bild: picturedesk.com)

Die Champs Elysees brannten vergangenen Samstag. (Bild: picturedesk.com)

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Am vergangenen Samstag war es in Paris wieder zu massiven Ausschreitungen bei Protesten der Gelbwesten-Bewegung gekommen. Es gab hunderte Festnahmen, zahlreiche (Luxus-)Geschäfte sowie Restaurants wurden angezündet und geplündert.

Morgen, der 19. Samstag in Folge, soll erstmals die Armee die Polizei dabei unterstützen, um eine neue Gewalteskalation zu vermeiden. Eine nicht genauer definierte Anzahl an Soldaten wird in der Hauptstadt Paris im Einsatz sein und 5.000 Polizisten zur Seite stehen.

"Sie werden denselben gesetzlichen Rahmenbedingungen unterworfen sein wie die Sicherheitskräfte", erklärte General Bruno Leray auf FranceInfo Radio. Gleichzeitig gab er aber zu, dass Soldaten "auf andere Weise" auf Probleme reagieren. "Wenn ihr Leben oder das der Personen, die sie beschützen, in Gefahr ist, dann können sie das Feuer eröffnen."

Die Soldaten, die hauptsächlich für Terrorabwehr eingesetzt werden, sollen am Samstag öffentliche Gebäude schützen. Philippe Capon von der Polizeigewerkschaft UNSA sagte dazu: "Ich bin besorgt darüber, wie sie im Falle eines Angriffs reagieren werden."

Demo auf den Champs Elysées untersagt
Wie von Präsident Emmanuel Macron bereits Anfang der Woche angekündigt, sind nun offiziell Demonstrationen an mehreren Pariser Orten verboten. Dazu zählen der Boulevard Champs Elysées und die angrenzenden Straßen, der Place de l'Etoile mit dem Triumphbogen, sowie die Gegend rund um den Elyséepalast und das Gebäude der Nationalversammlung.

Verkündet hat dies der neue Polizeipräsident von Paris – Macron hatte nämlich den alten am Montag entlassen. Auch in anderen französischen Städten wie Nizza und Toulouse sind angekündigte Demonstrationen an zentralen Orten wie vor den Rathäusern verboten worden.

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • thunderbolt am 22.03.2019 13:36 Report Diesen Beitrag melden

    Oh, es ist mal wieder soweit...

    daß die Armee auf die eigene Bevölkerung schießen darf. Schöne neue Welt.

    einklappen einklappen
  • Laura am 22.03.2019 13:41 Report Diesen Beitrag melden

    Ich sagte es doch .....

    ... und wurde wieder bestätigt. 99% Friedliche Gelbwesten und 1% "agent provocateur" die sich darunter Mischen und Krawall machen und Plündern (von Macron) jetzt wollen alle Sicherheit und die EU-Armee von Macron darf auf die Leute schießen. Genug Videos auf YT wo gepanzerte Fahrzeuge mit dem "Eu-Logo" die durch Frankreich fahren. Jetzt dauert es nimmer lange un es kracht Gewaltig.

  • Bruno am 22.03.2019 15:13 Report Diesen Beitrag melden

    Alles läuft nach Plan

    Die, welche das schon vor langer Zeit vorrausgesagt haben, wurden als Verschwörungstheoretiker abgetan. Nur weiter so!

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Wm am 23.03.2019 11:55 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Denen wird halt nicht alles erlaubt, wie bei Demos in Hamburg oder Wien

  • Lil am 23.03.2019 11:27 Report Diesen Beitrag melden

    Und das nennt sich EU

    Skandal! Doese Menschen demonstrieren schon seit Wochen! Ok, die Ausschreitungen sind ein anderes Thema. Fakt ist, dass das Volk missachtet wird. Und jetzt auch noch Mundtot, im wahrste Sinne, gemacht. Der soll zurück treten.

  • Castro am 23.03.2019 08:24 Report Diesen Beitrag melden

    USE - Stoppt die Ausbeuter!

    Schuld an diesen Zuständen trägt das habgierige Handelssystem und dessen Handlanger. Wer wissen will, wie es innerhalb der EU in einigen Jahren aussehen wird, der möge seinen Blick auf die USA richten.

  • Mugl am 23.03.2019 07:56 Report Diesen Beitrag melden

    Gewalt

    Dies ist nur der Beginn. Die Folgen wenn dann Menschen erschossen werden sind äußerst Fatal. Dies ist der Beginn zu Anarchie und Chaos sollte dies nicht bald beendet werden, von welcher Seite auch immer, aber friedlich! Aber anscheinend hat noch keiner der Verantwortlichen mitbekommen was wirklich los ist. Wie gesagt, dies ist nur der Beginn und wer weiß wo es endet.

  • Micky Mau am 23.03.2019 07:33 Report Diesen Beitrag melden

    Das ist seit dem Lissabon Vertrag

    in der ganzen EU erlaubt. Mir wäre lieber, man hätte das 2015 an den Grenzen gemacht.