Nach Disco-Besuch

28. Februar 2018 11:48; Akt: 28.02.2018 12:50 Print

Auf Friedhof vergewaltigt: Polizei hält Tat geheim!

Die Polizei in Bochum (D) verheimlicht die Vergewaltigung einer Frau (33), der Täter soll ein überwachter Sexualstraftäter sein.

Tatort: Auf dem Bochumer

Tatort: Auf dem Bochumer "Blumenfriedhof" war die Frau mehrfach vergewaltigt worden. (Bild: Screenshot WELT)

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Mysteriös: Laut Medienberichten war am 18. Februar eine Diskobesucherin (33) auf dem Heimweg beim "Blumenfriedhof" in Bochum (D) von einem Unbekannten vergewaltigt worden. Doch die Polizei gab die Meldung über die brutale Straftat nicht wie üblich innerhalb von 24 Stunden heraus, sondern hielt sie offenbar ganz unter Verschluss! Jetzt kam heraus, dass es sich um einen verurteilten Sexualstraftäter (33) gehandelt hatte, der trotz Überwachung rückfällig geworden war ...

Die "Rheinische Post" (RP) und die "Westdeutsche Allgemeine Zeitung" (WAZ) hatten den Vorfall aufgedeckt und aus internen Polizeiberichten zitiert. Demnach ging eine vertrauliche Meldung der Tat lediglich an das nordrhein-westfälische Innenministerium.
Laut "RP" hatten sich sogar intern Polizisten über die Geheimhaltung beschwert. Die Zeitungen vermuteten dann, dass der Verdächtige (30) den Behörden als rückfallgefährdeter Sexualstraftäter bekannt war und im Rahmen des seit 2007 bestehenden "KURS"-Programms überwacht wurde – es steht für "Konzeption zum Umgang mit rückfallgefährdeten Sexualstraftätern".

Der Täter hatte die Besucherin von hinten angegriffen

Eigentlich soll "KURS" weitere Taten vermeiden und die Allgemeinheit vor Tätern, die ihre Strafe abgesessen haben, schützen – einige Sexualstraftäter werden 24 Stunden am Tag von der Polizei observiert. Bei dem brutalen Überfall hatte der Täter die Diskobesucherin laut Medienberichten frühmorgens von hinten angegriffen, gewürgt, ihr eine Kapuze über den Kopf gezogen, auf den Boden gedrückt und mehrfach vergewaltigt.

Die Bochumer Polizei und die Justiz haben inzwischen bestätigt, dass der Täter im "KURS"-Programm überwacht worden war, da er 2009 und 2010 zwei Sexualdelikte begangen hatte. Erst vier Tage nach der Tat am Friedhof war der überwachte Mann verhaftet worden. Der Täter war mit dem Taxi geflüchtet, der Taxler hatte danach die Polizei alarmiert ...

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(tas)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Der Gerät am 28.02.2018 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Null Infos

    Na toll, wenn in Deutschland Verbrechen verheimlicht werden, was wird dann alles bei uns verheimlicht?

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  • Van Helsing am 28.02.2018 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Fehltritt der Justiz!!!

    Wenn ich jemanden überwachen muss, kann derjenige nicht so harmlos sein. Wo blieb denn hier die Überwachung??? Wer weiß was noch alles vertuscht wird!

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Die neuesten Leser-Kommentare

  • Van Helsing am 28.02.2018 13:58 Report Diesen Beitrag melden

    Fehltritt der Justiz!!!

    Wenn ich jemanden überwachen muss, kann derjenige nicht so harmlos sein. Wo blieb denn hier die Überwachung??? Wer weiß was noch alles vertuscht wird!

    • eva am 28.02.2018 17:34 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Van Helsing

      Wenn jemand so gefährlich ist dass er ständig überwacht werden muss dann gehört er einfach zur Sicherheit für die Gesellschaft in den Knast. Er hatte seine Chance und sie mehrmals vertan. Ich hasse diese political correctness

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  • Der Gerät am 28.02.2018 13:20 Report Diesen Beitrag melden

    Null Infos

    Na toll, wenn in Deutschland Verbrechen verheimlicht werden, was wird dann alles bei uns verheimlicht?

    • Tina am 28.02.2018 13:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der Gerät

      besonders vor den Wahlen usw,ist schon Arg,die Beschützer schweigen und haben Angst

    • Michaela am 28.02.2018 15:58 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Der Gerät

      Mehr alls genug!!!!

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