Delikt in der Schweiz

08. März 2018 14:18; Akt: 08.03.2018 14:25 Print

Geblitzt! VW-Lenker liest bei Autofahren Zeitung

Die Schweizer Polizei hat einen Aufofahrer geblitzt, der während der Fahrt in eine Zeitung vertieft war. Dem Mann droht eine hohe Strafe.

Große Unfallgefahr: Fahrer liest am Steuer Zeitung. (Bild: Polizei)

Große Unfallgefahr: Fahrer liest am Steuer Zeitung. (Bild: Polizei)

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Auf Twitter landete ein Bild, auf dem man sieht, wie ein VW-Fahrer in einem Kleinbus auf einer Landstraße Zeitung liest.

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"Die gute Nachricht: Es gibt noch Menschen, die Zeitung lesen!", postete ein User auf Twitter. Er teilte das Bild, das die Polizei Schaffhausen von dem Fahrer gemacht und ausgeschickt hat.

Strafen für Verkehrsdelikte sind in Europa unterschiedlich hoch. Besonders hoch sind in ganz Europa die Strafen für Fahren unter Alkoholeinfluss", sagt ÖAMTC-Touristikerin Silvie Bergant. Aber auch andere Delikte wie Rasen, Telefonieren am Steuer oder Ampelverstöße können Lenker teuer zu stehen kommen.

Eidgenossen schwören auf "Via sicura"

In der Schweiz gilt das Verkehrssicherheitsprogramm "Via sicura". Ziel des Programms ist, die Zahl der Verkehrsopfer um ein Viertel zu verringern. Konkret werden Raser und Alkolenker ins Visier genommen. Es kann nicht nur eine mindestens einjährige Freiheitsstrafe verhängt werden, sondern auch die Beschlagnahmung des Autos angeordnet werden.


Norwegen das teuerste Pflaster

In Norwegen gelten für viele Verstöße europaweit die höchsten Strafen. "Wer mit mehr als 20 km/h zu schnell unterwegs ist, zahlt mindestens 480 Euro Strafe. Eine Übertretung um 50 km/h kostet 1.500 Euro aufwärts. Vorsicht: Auf norwegischen Autobahnen gilt Tempo 90 bis 100", warnt Bergant.

Italiens Straßen kennen keinen Spaß

Italien ist durch die geografische Nähe das beliebteste Urlaubsziel der Österreicher. Warme Temperaturen, gutes Essen und Gute-Laune-Musik warten auf die Urlauber, allerdings auch saftige und kuriose Verkehrsstrafen. Wer mit über 1,5 Promille Alkohol fährt, muss möglicherweise nicht nur den Führerschein abgeben, sondern auch sein Auto. Denn sind Fahrer und Besitzer ident, kann das Fahrzeug beschlagnahmt, enteignet und zwangsversteigert werden.

In Italien gibt es auch Strafen, die von der Tageszeit abhängig sind. In der Nacht und am Morgen zwischen 22 und 7 Uhr kosten Geschwindigkeitsübertretungen und das Übersehen einer roten Ampel um ein Drittel mehr als tagsüber. Aber auch im Hellen kann es teuer werden, schon bei geringen Geschwindigkeitsübertretungen drohen mindestens 170 Euro. 155 Euro werden fällig, wenn man am Steuer ohne Freisprecheinrichtung telefoniert.

Teure "Telefonrechnung" in Spanien

Auch auf der iberischen Halbinsel werden Autofahrer gerne zur Kassa gebeten. Spezialität des Strafsystems ist das Telefonieren am Steuer ohne Freisprecheinrichtung, das mindestens 200 Euro kostet und somit eine der strengsten Strafsätze in Europa für dieses Vergehen ist. Auch Falschparken kann unfassbare 200 Euro kosten. Mindestens 600 Euro sind bei schweren Vergehen wie bei Übertreten der zulässigen Geschwindigkeit um 50 km/h zu bezahlen.

Schon ab 1,0 Promille hinter schwedischen Gardinen

In Schweden kann bereits ab 1,0 Promille eine Freiheitsstrafe von mindestens einem Monat verhängt werden. Ein Gefängnisaufenthalt von wenigstens drei Monaten droht in Spanien bei einem Promillegehalt von 1,2. Teuer wird es in Malta: Wird die Promillegrenze von 0,8 überschritten, können mindestens 1.200 Euro Strafe fällig werden. Weitere Verkehrsstrafen im Überblick:

Dänemark zieht Daumenschrauben an

"Dänemark hat die Strafsätze deutlich angehoben und es werden zum Teil gehaltsbezogene Strafen verhängt - wer mehr verdient, bezahlt mehr", sagt die ÖAMTC-Touristikexpertin. Alkohol am Steuer kann in Dänemark einen ganzen Nettomonatsverdienst kosten. Das Nichtanschnallen ist mit 200 Euro ebenfalls ein teures Unterfangen.

Strafzetteln nicht ignorieren

Wer übrigens glaubt, dass Strafzettel aus dem Ausland ignoriert werden können, irrt. Spätestens bei der Wiedereinreise in das Urlaubsland kann die Strafe eingefordert werden. Außerdem kann sie auch in Österreich zwangsweise eingetrieben werden. Bei Erhalt eines ausländischen Strafzettels sollte man zur Klärung der Zahlungsverpflichtung mit der ÖAMTC-Rechtsberatung Kontakt aufnehmen ().

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Crogy am 08.03.2018 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zeitung

    findige Anwälte werden schon eine gute Ausrede parat haben, war ein Strassenplan, war ein Klopapier, war ein Taschentuch, etc

    einklappen einklappen
  • G.H. am 09.03.2018 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ich hoffe sehr hoch.Selbstfahrende Autos gibt es noch nicht.Eigentlich soll in diesen Fall der Führerschein eingezogen werden.Solche Typen machen das immer wieder.Auch ohne Führerschein.

  • Renee Lang am 08.03.2018 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Drama

    Nichts passiert aber Drama machen über Strafen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • G.H. am 09.03.2018 08:40 Report Diesen Beitrag melden

    Herr

    Ich hoffe sehr hoch.Selbstfahrende Autos gibt es noch nicht.Eigentlich soll in diesen Fall der Führerschein eingezogen werden.Solche Typen machen das immer wieder.Auch ohne Führerschein.

  • Renee Lang am 08.03.2018 19:16 Report Diesen Beitrag melden

    Drama

    Nichts passiert aber Drama machen über Strafen.

  • Crogy am 08.03.2018 14:32 Report Diesen Beitrag melden

    Zeitung

    findige Anwälte werden schon eine gute Ausrede parat haben, war ein Strassenplan, war ein Klopapier, war ein Taschentuch, etc

    • Domino am 08.03.2018 15:47 Report Diesen Beitrag melden

      nicht in der Schweiz

      Ich bin Schweizer und es gibt fast nichts schlimmeres bei uns als eine Übertretung im Strassenverkehr. Einen Monat wird er den Führerschein bestimmt abgeben müssen.

    • mitdenker am 09.03.2018 06:41 Report Diesen Beitrag melden

      Abgastest

      Der liest doch bloß die letzte TÜV-Überprüfung und ist über die Zahl in der Schadstoffaustoß-Zeile noch net drüber gekommen ...

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