Merkel stimmte dagegen

30. Juni 2017 08:01; Akt: 30.06.2017 09:39 Print

Deutschland beschließt Einführung der Homo-Ehe

Am Freitag stimmte der deutsche Bundestag mit klarer Mehrheit für die Öffnung der Ehe für Homosexuelle. Kanzlerin Angela Merkel stimmte dagegen.

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Angela Merkel stimmte gegen die Einführung der Homo-Ehe.

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Der deutsche Bundestag hat am Freitag die Öffnung der Ehe für Homosexuelle beschlossen. Bisher hatte die CDU die Einführung der Homo-Ehe stets verhindert. Nachdem die deutsche CDU-Bundeskanzlerin Angela Merkel die Abstimmung über die Homo-Ehe zur "Gewissensentscheidung" erklärte und den Fraktionszwang aufhob, war der Weg erstmals frei.

Umfrage
Soll die Ehe für Homosexuelle in Österreich geöffnet werden?
41 %
7 %
52 %
Insgesamt 2792 Teilnehmer

Am Vormittag wurde die Abstimmung über die Ehe für alle per Mehrheitsentscheid in die Geschäftsordnung aufgenommen. Nach kurzer Debatte beschloss der Bundestag die Öffnung der Ehe sowie das Adoptionsrecht für Homosexuelle mit klarer Mehrheit von 393 zu 226 Stimmen. Vier Abgeordnete enthielten sich.

Kanzlerin stimmte dagegen

Die Bundeskanzlerin selbst stimmte bei der offenen Abstimmung gegen die Einführung. Sie warf deutlich sichtbar ein rotes Abstimmungskärtchen in die Urne.

Merkel sagte wortwörtlich: "Für mich ist die Ehe im Grundgesetz die Ehe von Mann und Frau. Und deshalb habe ich heute auch dem Gesetzentwurf nicht zugestimmt." Sie hoffe aber, dass mit dem Bundestagsbeschluss "auch ein Stück Friede und gesellschaftlicher Zusammenhalt geschaffen wurde".

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(red)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Kritischer Geist am 30.06.2017 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nebensächlichkeit

    Merkel ist dankbar um jede Nebensächlichkeit, mit der sie von den katastrophalen Konsequenzen ihrer Zuwanderungspolitik ablenken kann. Auch den deutschen Schwulen macht der wachsende Einfluss des Islam viel größere Sorgen als ein Ehe- oder Adoptionsrecht.

  • EinxEins am 30.06.2017 10:10 Report Diesen Beitrag melden

    Eine Sensation

    Es wurde etwas beschlossen ohne die Zustimmung der Kanzlerin......

  • Pawel K am 30.06.2017 10:31 Report Diesen Beitrag melden

    Freiwilligkeit oder Pflicht?

    Beruht es auf Freiwilligkeit oder wird es auch Pflicht?

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Philip Z. am 02.07.2017 20:45 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Menschen

    Jeder Mensch sollte die gleichen Rechte haben, sind ja nicht in der Kirche.

  • Josef am 30.06.2017 21:43 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Zwei Menschen füreinander da oder nein

    Freue mich denn es gab zeiten da waren ehen nur zwischen den ständen erlaubt, bauer mit bauer, Adel mit adel, eine Öffnung wurde als untergang des Abendlandes angesehen und jahrhunderte lang von klerus und machtinhabern nicht gewollt. Auch menschen verschiedener Konfessionen katholiken und Protestanten durften einander nicht ehelichen. Dass die Welt sich noch immer dreht zeigt die Öffnung dieses Instruments. Nicht zuletzt ist die vor dem staat geschlossene und besiegelte Verantwortungsbereitschaft zweier menschen eine administrative Möglichkeit des staates zur Registrierung, so dass ab jetzt schwarz auf weiss auch die sexuelle Orientierung der Bevölkerung ausgezeichnet wird. Gott bewahre dass wieder Zeiten wie im nationalsozialismus kommen, mit politischer Verfolgung von homosexuellen, denn dann liegen die listen vor. Dass der politische islam Homosexualität wie auch andere frauen-, Religionsrechte nicht gerade wohlwollend erachtet, könnte dem ganzen freudentaumel des sommers 2017 jäh ein ende bereiten. Ich hoffe, dass die freude und der jetzt erreichte status auch im Jahre 2027 und darüber hinaus erhalten bleibt, denn kein mensch hat sich sein heterosein ausgesucht ebensowenig sein schwul sein, aber aussuchen, ob man ein Arschloch sein will oder nicht, kann man, und es verdienen zwei menschen respekt, wenn sie sich dazu entschließen, füreinander VERANTWORTUNG zu übernehmen, denn darum geht es primär in einer ehe, die kinder sind die wunderbare Ausweitung dieser Verantwortung auf etwas gemeinsam geschaffenes, aber selbst bei vielen Verbindungen auch im klassischen mann-frau-sinne bleibt diese Krönung aus bewusster gegenentscheidung oder aus naturgegebenen Ursachen aus, und trotzdem verdient diese Verantwortung wie auch die liebe zwischen ihnen respekt.

    • Preibisch am 01.07.2017 20:35 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Josef

      Trozdem sollte ein kind seine sexuallytät selbst finden und nich von ein paar warmen jungs anerzogen werden

    • EDG am 03.07.2017 00:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Preibisch

      Was da für Ängste aufkommen... DAS ist nicht "normal"... Jeder sucht sich das SELBST aus womit er am glücklichsten wird. Und genau so wird das auch jedes Kind für sich entscheiden!!

    • ulfine am 03.07.2017 07:29 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Preibisch

      Vor allem: die warmen jungs, vor deren schlechten einfluss jetzt gewarnt wird, sind ja in einer klassisch gesitteten mann-frau ehe warm geworden, denn was andres gabs ja zu ihrer Kinderzeit nicht

    • SusiW am 03.07.2017 07:55 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

      @Preibisch

      Sie sind wohl zu warm gebadet worden ?? Kindern sollte man tolerranz und so bei bringen - kleiner tipp ... besser keine kinder groß zuziehk ;)

    einklappen einklappen
  • Tomcat76 am 30.06.2017 12:39 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Merkel im Mittelalter

    Die Frau Merkel kann ich nicht begreifen. Einerseits holt die Mutti halb Afrika und alle Memschen aus irgendwelchen "Krisengebieten" nach Europa. Und stellt die Länder damit vor grosse Probleme. Ähnlich wie mit dem Euro und der Einheit. Sie handelt immer bevor sie nachdenkt. Aber selber lebt Mutti noch im tiefsten Mittelalter. Die Diskriminierung von Schwulen und Lesben sollte in der heutigen Zeit endlich ein Ende finden. Für die Schwulen und Lesben im Merkelland freut es mich, dass das Gesetz auch ohne Muttis Stimme zu Stande gekommen ist.

  • Kritischer Geist am 30.06.2017 11:20 Report Diesen Beitrag melden

    Nebensächlichkeit

    Merkel ist dankbar um jede Nebensächlichkeit, mit der sie von den katastrophalen Konsequenzen ihrer Zuwanderungspolitik ablenken kann. Auch den deutschen Schwulen macht der wachsende Einfluss des Islam viel größere Sorgen als ein Ehe- oder Adoptionsrecht.

  • Peter Lüdin am 30.06.2017 10:33 Report Diesen Beitrag melden

    Es...

    war ein sehr geschickter Schachzug von A. Merkel. Sie wusste genau, dass die SPD über dieses Stöckchen springen würde und hat ihre eigene Partei geschickt ausgespielt. Besser jetzt dieses Thema endlich erledigen und aus dem kommenden Wahlkampf heraushalten. Und letztendlich steht sie dann noch als die Kanzlerin da die es ermöglicht hat. Was soll die CDU/CSU da schon machen, ausser mitspielen.