Ungarn

11. Februar 2019 08:50; Akt: 11.02.2019 08:50 Print

Kredite sollen Frauen zum Kinderkriegen animieren

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban will Frauen mit finanziellen Anreizen dazu bewegen, mehr Kinder zu bekommen.

"Nicht durch Migration", sondern durch finanzielle Anreize will Viktor Orban dem Rückgang der Geburtenrate entgegenwirken. (Bild: imago stock & people)

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Staatliche Subventionen für Familien haben die Geburtenrate in Ungarn in den vergangenen Jahren deutlich angehoben: Von knapp über 1,20 im Jahr 2011 auf knapp 1,50 in den Jahren 2016 bzw. 2017. Nun hat Ministerpräsident Viktor Orban angekündigt, noch weitere finanzielle Anreize zu schaffen – die Antwort der Ungarn auf den Geburtenrückgang dürfe "nicht die Migration" sein, brachte der Politiker die Familienpolitik seiner Regierung bei der jährlichen Rede zur Lage der Nation in einen Zusammenhang mit einem rechtsnationalen Weltbild.

31.417 Euro für drei Kinder

Zu den angekündigten Maßnahmen gehören günstige Kredite für Familien: Jede Frau unter 40 bekommt bei ihrer ersten Heirat einen Kredit in Höhe von zehn Millionen Forint (31.417 Euro). Bei der Geburt des ersten Kindes wird die Rückzahlung drei Jahre lang ausgesetzt. Nach dem zweiten Kind wird ein Drittel und nach dem dritten der gesamte Kredit erlassen. Orban hatte in vergangenen Jahren angekündigt, die Geburtenrate bis 2030 auf 2,1 Kinder pro Frau steigern zu wollen.

Nachlesen: Geburten- und Sterberaten 2017 (WKO)

Weitere zusätzliche Unterstützung für Familien wird in Form von Wohnungskrediten und Zuschüssen für den Autokauf gewährt. Außerdem soll die Einkommenssteuer für Frauen, die vier oder mehr Kinder geboren haben, bis ans Lebensende ausgesetzt werden.

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(cty)

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Die beliebtesten Leser-Kommentare

  • Grell Ewald am 11.02.2019 09:33 Report Diesen Beitrag melden

    super Ministerpräsident

    Ministerpräsident Viktor Orban ist meiner Meinung nach Super !

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  • PGL am 11.02.2019 09:54 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Kinder 

    Für solche Maßnahmen und Anreitze sind unsere Politiker zu unfähig. Frauen muße man unterstützen wenn sie Kinder großziehen, z. B. mit Absicherung in der Pension oder Erhöhung des Kindergeldes.

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  • Rudi Milota am 11.02.2019 10:40 Report Diesen Beitrag melden

    Richtige Richtung aber noch nicht genug

    Junge Familien brauchen einfach eine sehr sichere Wohnsituation. Mütter sollten nicht Existenzängsten ausgeliefert sein, dass die Kinder in Armut aufwachsen müssen.

Die neuesten Leser-Kommentare

  • Hackler am 12.02.2019 22:08 Report Diesen Beitrag melden

    Komischer vorschlag

    Das ist leicht daher geredet,4-5 Kinder in die Welt umsetzen ist leicht und weiter denkt er nicht? Jedes mal Stress, kein Schlaf in der Nacht usw. Der soll lieber die Löhne erhöhen,dann würden seine Landsleute auch nicht Ungarn verlassen.

  • Wm am 11.02.2019 19:32 Report Diesen Beitrag melden

    Wm

    Noch immer günstiger als die Migration aus Afrika und Arabien/co.

  • zachaeus am 11.02.2019 16:51 Report Diesen Beitrag melden

    Licht

    Licht lockt angeblich Insekten an - Obacht lieber Herr Orban!

  • Nico am 11.02.2019 14:14 via via Mobile Report Diesen Beitrag melden

    Gute Familienpolitik

    Das nenne ich eine Familienpolitik, nicht wie bei uns in Österreich wo man nach 3. Jahren keine Hilfe mehr als Familie bekommt und in den 3 Jahren mit Almosen abgespeist wird.

    • Keine Ahnung am 11.02.2019 16:53 Report Diesen Beitrag melden

      Familien

      Was meinen sie mit dieser Aussage. Die Familienförderung gibt es für jedes Kind in Österreich bis zum vollendeten 18. Lebensjahr bzw. wenn ein Studium ansteht bis zum 26. Lebensjahr. Sei es Familienbeihilfe, Schule oder Steuererleichterungen. Es wird ja nur gefördert bei uns. Familien haben oftmals nur Kinder, weil sie gefördert werden :(

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  • Un am 11.02.2019 13:27 Report Diesen Beitrag melden

    Fassbar

    Bezahlte Gebärmaschinen will er. Es erinnert an sehr dunkle Zeiten!

    • Grausam am 11.02.2019 16:55 Report Diesen Beitrag melden

      Leider

      Es gibt keinen größeren Adel für die Frau, als Mutter der Söhne und der Töchter eines Volkes zu sein: Dieses Zitat Adolf Hitlers bringt das von den Nationalsozialisten propagierte Frauenbild recht gut zum Ausdruck.

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